„Ich lüge, damit Ihr mich mögt und ich mich nicht so allein fühle“
Ist diese Mila (Derya Akyol) ein hoffnungsloser Fall, „ein schlechter Mensch“, wie sie immer wieder selbst eingesteht? Ist sie tatsächlich gierig nach Liebe, um damit ihre innere Leere zu füllen? Und ist sie wirklich so desillusioniert von sich und der Welt? „Am Ende wird jemand wegen mir sterben – und ich auch. Oder vielleicht bin ich schon tot“, sagt sie. Da kennen wir sie noch nicht. Da wissen wir nicht, ob das alles nur kaputter Teen Spirit ist, ein Kokettieren mit dem Untergang, ein sich Wichtigmachen, ein sich Suhlen in negativen Gedanken. Tatsache ist: Mila sehnt sich nach ihrer Kindheit zurück. An die Zeiten, als ihre Eltern sich noch verstanden haben; als sie noch dieses Urvertrauen ihnen gegenüber hatte. Heute weiß ihre Mutter, Krebs-Ratgeber-Autorin in eigener Sache, alles besser, und ihr Vater trinkt und weiß gar nichts mehr. Das sind Fakten. Bei den anderen Infos aus Milas Mund muss man vorsichtiger sein. „Ihr könnt mir nicht trauen“, sagt sie selbst. Und das stimmt. „Ich lüge, damit Ihr mich mögt und ich mich nicht so allein fühle.“ Auch das trifft es. „Ich liebe Sex.“ Das dürfte nur die halbe Wahrheit sein, nachdem ihr Freund Basti (Kosmas Schmidt) ein Sexvideo mit ihr ins Netz gestellt hat. Aber immerhin gibt es ja noch Ali (Sira-Anna Faal).
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Süchtig nach Liebe & Drogen – „Man hält das nüchtern nicht aus“
Die Handlung der Serie „Euphorie“ beginnt – nach einigen grundsätzlichen Erläuterungen aus Milas Mund – mit deren Rückkehr ins nicht mehr so traute Heim, das nur noch aus Bruder (Veit Schieder) und Mutter (Halima Ilter) besteht. Wegen eines angeblichen Suizidversuchs hat Mila drei Monate in der Jugendpsychiatrie verbracht. „Es wird alles gut“, soll sie sich einreden. Spätestens als sie wieder zur Schule muss, kann sie dieses Mantra vergessen. Überall diese lauernden Blicke. Es ist fast wie damals, kurz nachdem alle dieses demütigende Sexvideo gesehen hatten. Schon seit längerem hat Mila keine Freundinnen mehr. Was für ein Glück, dass ihr bei einer Party Jannis (Eren M. Güvercin) über den Weg läuft. „Man hält das nüchtern nicht aus“, heißt jetzt das neue Mantra. Der Junge, den sein Vater (Ken Duken) nach dem Tod seiner Mutter dazu gedrängt hat, neben der Schule als Schauspieler Karriere zu machen, führt Mila ein ins vermeintliche Paradies der Drogen. Irgendwann hat sie die freie Wahl zwischen den Beruhigungspillen, die ihr die Psychiater verschreiben (Psychotherapieplätze sind rar!), und dem weißen Pulver. Doch dann steht plötzlich Ali wieder vor ihr. Die junge Frau, die sie in der Klinik kennen und offenbar lieben gelernt hat. Sie ist 18, hat also zwei Jahre länger als Mila Horrorerfahrungen mit dem Leben machen müssen. Sie hat damals fluchtartig die Klinik verlassen, als auch sie sich in Mila zu verlieren drohte. Sie hatte das schon einmal, diesen Kontrollverlust, in ihrer letzten Beziehung. Ali kann Mila deshalb allenfalls Freundschaft anbieten. Aber genügt das einem Mädchen, das süchtig ist nach Liebe?
Soundtrack
Folge 1: Steve Miller Band („Threshold“), The Weeknd („The Birds Pt. 1“), Lil Nas X („Tales of Domenica“), Sycco („Ripple“), Nya Polo („Baby Spice“), Marteria („Auszeit“), The Weeknd x SZA („Power Is Power“), Kylie Minogue („Slow“), Günther Kallmann Chor („Daydream“), reezy ft. Luciano („Expensive Shit“), Rihanna („Needes Me“), Lil Kim ft. DJTomekk („Kimnotyze“), Blümchen („Nur geträumt“)
Folge 2: Marteria („Welt der Wuner“), Nicole („Wenn ich dich nicht lieben würde“), The Little Dippers („Forever“), JVKE („Golden Hour“), Britney Spears („Oops!! Did It Again“), Lil Nas X („Rodeo“), Nya Polo („Baby Spice“), Pashanim („Sommergewitter“), J.I.D. („Surround Sound“), Eros Ramazotti („Quanto Amore Sei“), The Weeknd („Starboy“), Modern Talking („Sexy Sexy Lover“), Jayo („Worst Case Scenario“), Alphaville („Forever Young“)
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Milas Sprunghaftigkeit färbt konsequenterweise auf die Erzählweise ab
„Euphorie“ basiert auf einem israelischen Original-Format, dessen amerikanische Erfolgsadaption „Euphoria“ auch hierzulande ein großes Echo fand. Headautor Jonas Lindt setzt andere Schwerpunkte als diese US-Version: Während die 17-jährige Rue in „Euphoria“ von einem Entzug heimkehrt, war die 16-jährige Mila offiziell wegen eines Selbstmordversuchs in der Psychiatrie. Diagnose: mittelschwere depressive Episode, generalisierte Angststörung. Die Drogenabhängigkeit in der deutschen Serie wird erst gegen Ende der vierten Folge ein Thema. Es wird also erzählt (ohne didaktisch zu wirken!), wie das Mädchen reinrutscht in den Strudel der Sucht. Erklärungen aus höherer narrativer Sicht werden nicht gegeben. Als Zuschauer muss man seiner Wahrnehmung vertrauen, muss das von der Hauptfigur Gesagte mit ihren Kommentaren abgleichen, dieses Versprechen gegenüber Ali, dieses „Mit mir wird’s anders“, mit dem Lügenbekenntnis aus dem Off. Überhaupt hat man als Betrachter reichlich zu tun mit dieser Serie. Es ist nicht nur die Wankelmütigkeit der Heldin, sondern auch die Erzählweise, die sich Milas Sprunghaftigkeit zu eigen macht, noch verstärkt dadurch, dass Lindt sie zur Erzählerin macht. Das trifft zwar auch auf „Euphoria“ zu, die Serie von Sam Levinson lässt das Geschehen allerdings von der ebenso unzuverlässigen Rue sehr viel sparsamer kommentieren.
Soundtrack
Folge 3: Marteria („Welt der Wunder“), Christine and the Queens („Full of Life“), Beyoncé ft. Jay Z („Crazy in Love“), Yendry („Nena“), No Angels („Daylight In Your Eyes“), Crystal Castles („Child I Will Hurt You“), Rihanna („Diamonds“), Beyoncé („Texas Hold ‚em“), Skott („Overcome“), Billy Eilish („When The Party’s Over“), Videoclub („Amour plastique“), Pet Shop Boys („Always On My Mind“), Rachel Chinouriri („So My Darling“), Haddaway („What Is Love“), Cher („Belive“), Righteous Brothers („Unchained Melody“), Schmyt („Ich lieb dich kaputt“)
Folge 4: Marteria („Welt der Wunder“), Samantha Fox („Touch Me“), Lil Nas X („Montero“), Travis Scott („Fein“), Lil Nas X („Industry Baby“), The Weeknd („The Morning“), Sam Cooke („The Best Things in Life Are Free“), Al Bano & Romina Power („Felicità“), Missy Elliott („Pass That Dutch“), The Weeknd („Gone“), Amine Edge & Dance Hugel („Look, Alright“), Kim Petras („Butt Slutt“), Ascendant Vierge („Influenceur“), Troye Sivan („Rush“), Charli XCX („Von Dutch“), Charli XCX & Billie Eilish („Guess“), Romy & Fred Again („Strong“), Eminem („Lucky You“)
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Sich wegballern aus Lust & Laune oder weil Mila die Angst im Nacken sitzt?
Mila ist hin- und hergerissen – zwischen der Sehnsucht nach Ali und der Lust, sich zuzudröhnen. Den Moment, den sie als kleines Kind so liebte, wenn sie von der Schaukel sprang, um sicher in den Armen des Vaters zu landen, diesen Moment wird es nie mehr geben. Also versucht sie, Ersatz-Momente zu schaffen – mit der neuen Freundin: „Ali hat mich nicht vergessen; sie war da, als es am schlimmsten war“, idealisiert sie die Situation. Oder sie hängt sich an Jannis, dieses traurige Hündchen; er ist ihr Notnagel, wenn Ali ihr einen Korb gegeben hat. Aber so richtig verlassen kann sich Mila allein auf die Drogen und die Pillen; dieser Cocktail verleiht ihr Flügel, sie schwärmt von diesen „zwei Millisekunden Schwerelosigkeit“, diesem „geilen Zuckerwatten-Gefühl“. Endlich raus aus dem verdammten Kopf! Sich einfach wegballern aus Lust und Laune. Oder weil ihr Angst und Panik im Nacken sitzen, als ihre Mutter beispielsweise die Sache mit dem Sexvideo in der Schule anzeigt, Mila sich einer demütigenden Befragung ausgesetzt sieht – und alles wieder in ihr hochkommt.
Soundtrack
Folge 5: Marteria („Welt der Wunder“), The Dare („Girls“), Gia Woods („Lesbionic“), Kim Petras („Treat Me Like A Slut“), Herbert Grönemeyer („Männer“), Leslie Gore („It’s My Party“), JJ („Ecstasy“), Herbert Grönemeyer („Demo“), Nicki Minaj („Starships“), Mac Miller („Skin“), Becks („June“), SYML („Mr. Sandman“), Nina Chuba („Unsicher“), Domenico Modugno („Nel blu dipinto di blu“), Gino Paoli („Senza fine“), Julian Sommer („Oben ohne“), Isi Glück & Marc Eggers („Oberteil“), David Guetta & Bebe Rexha („I’m Good Blue“), Berq („Rote Flaggen“), Takt31 feat. Montez („Jungs wie wir“), Lil Peep („Drugz“)
Folge 6: Marteria („Welt der Wunder“), Monolink („Light Up My Dark“), 070 Shake („What’s Wrong With Me“), Frank Ocean („Nikes“), Berq („Heimweg“), Regina Spektor („Us“), by Alexander („Trumpets“), Layla („Hustla“), Shirin David („Bauch Beine Po“), ThxSoMch („Spit in My Face!“), JJ („Ecstasy“), Canozan („Bi Sen Varsin“), Altin Gün („Goca Dünya“), Edward Shearmur („Johhny English“), Nina Simone („Feeling Good“), Ebow („Araba“), Jay Rock („Win“), Mac Miller („We“), Zevia („Life, I’m Over You“), Hoehner („Wenn nicht jetzt wann dann“), Riz Ortolani („Oh My Love“), Münchner Freiheit („Ohne dich“)
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Alle Geschichten kreisen um Identitätssuche, Sexualität oder Probleme mit den Eltern
Bis auf Alis Biografie ist es auch Mila, die die Geschichten ihrer Klassenkameradinnen und Schulkameraden den Zuschauer:innen vermittelt. Da sind neben dem Drogen-Experten Jannis und dem Schul-Hottie Basti noch die Freundin aus Kindertagen, Chiara (Vanessa Velemir Diaz), die heute nur noch Tiktok und die eine große Liebe im Sinn hat, Lilly (Renée Gerschke), Bastis aktuelle Freundin, die Mila immer noch als Konkurrentin sieht, Leyla (Dilara Aylin Ziem), Vorzeigetochter und Klassenbeste, und Sophia (Luna Jordan), das lesbische Mauerblümchen, das eine Obsession für seine Klassenlehrerin (Karin Hanczewski) entwickelt. Einige von ihnen sind ganz anders, als sie sich nach außen hin geben, haben heimliche Gelüste, beflügelt von Chats und Dating-Apps. Das Bild, das sie abgeben, wird von Folge zu Folge umfassender, klarer, mitunter tragischer. Das unentschlossene Auf und Ab der Hauptfigur, das zwar dem Sucht-Verlauf entspricht, aber dramaturgisch problematisch ist, relativiert sich durch die ernsthafte Ausweitung der Narration auf ein achtköpfiges Teenager-Personal. Die Nebenplots decken unterschiedliche Problemfelder von Jugend ab, doch alle kreisen um Themen wie Identitätssuche, Sexualität oder Probleme mit den Eltern. Das alles sorgt für Abwechslung, verdichtet die Handlung, macht der Zielgruppe Identifikationsangebote, allerdings mit einem distanzschaffenden Erzählkonzept und ohne Wohlfühllösungen. Ob mit den Eltern, ob mit den sich widersprechenden Rollen-Anforderungen – leicht haben sie es alle nicht. Doch sie gehen unterschiedlich damit um: Jannis resignativ, „Loserin“ Sophia offensiv, Lilly macht sich klein, Basti umso größer, Chiara verwechselt das Leben mit Reality TV, und Leyla will es ihren Eltern recht machen, unterschätzt aber deren Liebe & Toleranz. Und Mila? Die begibt sich auf Abwege, scheint bestätigen zu wollen, dass sie nicht liebenswert ist.
Soundtrack
Folge 7: Marteria („Welt der Wunder“), Vengaboys („Boom Boom Boom Boom“), Querbeat („Nie mehr Fastelovend“), Bläck Fööss („Am Bickendorfer Büdche“), Kasalla & Carolin Kebekus („Pirate“), Querbeat („Stonn op un danz“), Bläck Fööss („Drink doch eene mit“), Klüngelköpp & Querbeat („Stääne“), Hoehner („Viva Colonia“), Möhre („20 Zentimeter“), Querbeat („Colonia Tropical“), One t („The Magic Key“), Kasalla („Stadt met K“), Lizzo („Phone“), Tränen („Duell der Letzten“), Brings („Polka Polka Polka“), Elton John („I’m Still Standing“)
Folge 8: Marteria („Welt der Wunder“), Cem Karaca (Mein deutscher Freund“), Dinah Washington („What A Difference A Day Makes“), Gem Club („Polly“), Hildegard Knef („Für mich soll’s rote Rosen regnen“), Elvis Presley („Always On My Mind“), Canazon („Bi Sen Varsin“), BRKN („Crush“), AC/DC („Thunderstruck“), Pet Shop Boys („Always On My Mind“), Mickie Krause („Oh wie ist das schön“), FKA Twigs („Two Weeks“), Bora Ayanoglu („Tren“), Israel („Over The Rainbow“)
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Hat „Euphorie“ die Zielgruppe ihrer Protagonisten stärker im Auge als die US-Version?
Gründe zur Realitätsflucht gibt es reichlich. Auf allzu simple Kausalitäten verzichten Lindt & Co. Es fragt sich allerdings, ob es eine gute Idee ist, Mila die Schicksale der anderen Teenager erzählen zu lassen. Ausgerechnet sie, die sich immer weniger für ihre Mitmenschen interessiert. So oder so, das Fehlen einer objektiven Erzählinstanz, wie es der klassischen Narration entspricht, wird darüber hinaus in den ersten beiden Folgen zur Herausforderung für ein Ü-30-Publikum. Mila weiß Bescheid, über die Welt, ihre Mitschüler, sich selbst aber macht sie was vor, gerät immer mehr in eine Abwärtsspirale. Anfangs werden die Situationen zerredet, die Bilder zugequatscht. Das mag einer Generation entsprechen, die ständig Posts absondern, etwas teilen, alles in Echtzeit bewerten muss. Ob dieses Abfeiern des Subjekts die Wirklichkeit spiegeln soll oder ob diese Form – die Tonspur als eine filmgewordene Sprachnachricht – gewählt wurde, um beim jugendlichen Ich-bezogenen Publikum anzudocken, wissen allein die Macher. Wenn Letzteres so wäre, würde sich zumindest der Eindruck bestätigen, dass „Euphorie“ mehr die Zielgruppe ihrer Protagonisten im Auge hat als die US-Version, in der die Charaktere nicht nur älter wirken, sondern auch die elaborierte, anspruchsvolle Inszenierung eher ein Publikum in den Zwanzigern anvisiert. Weil „Euphoria“ zudem sehr viel mehr explizite Sexszenen enthält, ist der Vorwurf, Teen Porn für thirtysomethings zu machen, nicht ganz unberechtigt. In diese Falle tappt der deutsche Ableger nicht. Die Flut an Off-Kommentaren der Hauptfigur ist der einzige Schönheitsfehler von „Euphorie“.
Derya Akyol zaubert mit Hilfe von Licht und Maske unterschiedlichste Ausdrücke auf ihr Gesicht
Eine solche Teenager-Problem-Serie steht und fällt mit den Charakteren und ihrer Besetzung. Diese Mila ist einerseits „kein guter Mensch“, wie sie zurecht behauptet, sie als jemanden zu zeigen, der den Gleichaltrigen nicht guttut, ist eine mutige dramaturgische Entscheidung, zumindest hierzulande. Da brauchte man – ähnlich wie Zendaya bei „Euphoria“ – eine Schauspielerin, die das mit Charisma ausgleicht. Derya Akyol erfüllt diese Aufgabe perfekt. Je nach Situation zaubert sie mit Hilfe von Licht und Maske völlig unterschiedliche Ausdrücke auf ihr Gesicht. Mal ist es die Neugier, etwas Neues zu entdecken, Jannis und die Welt der Drogen, mal strahlt sie voller Unschuld begeistert ihre Ali an, mal gibt sie sich motzig, bleibt dabei aber immer noch Sweet Little Sixteen, dann werden die Augenringe dunkler, die Mimik kaputter, schön bleibt sie dennoch. Ihr fiebriger Tanz auf dem Vulkan lebt in einem Bildermedium immer auch von dieser Ambivalenz: jung, schön & kaputt ist eben nicht nur kaputt, sondern auch sexy. Diesen Widerspruch kann keine Serie mit einer Beauty in der Hauptrolle lösen. Neben Akyol (auch im Oktober zu sehen: „Von uns wird es keiner sein“) überzeugt das gesamte Teenager-Ensemble, allen voran Sira-Anna Faal, Eren M. Güvercin und Luna Jordan. Und je mehr die Drogen ins Spiel kommen, umso markanter wird die Bildsprache. Und auch wenn der Wortschwall vieles verdeckt, so arbeiten Buch und Regie doch auch mit markanten Bildern, sei es das wiederkehrende Motiv der Schaukel als Ort schwerelosen Glücks oder Wasser als eine zentrale Metapher: Im Schwimmbad trifft sich das verlorene Paar wieder; Ali möchte nicht noch einmal in ihren Gefühlen ertrinken; zusammen rennen sie durch Pfützen oder springen händchenhaltend in den See; in entscheidenden Situationen gießt es in Strömen; und es kullern immer wieder Tränenbäche. Werden Mila und Ali dem Fast-Palindrom ihrer Namen trotzdem am Ende gerecht werden? Wie dem auch sei, das Teenagerleben von Mila & Co ist unberechenbar, es bleibt also genug Stoff für eine zweite Staffel.

