Foto: Batier / X Filme Creative Pool / ARD Degeto / WDR / SWR / HR / RB Über „Babylon Berlin“ ist alles gesagt worden. So dachte ich jedenfalls. Historische Analyse trifft auf Kino-Sinnlichkeit, Krimi-Spannung auf perfekte Serien-Dramaturgie. Doch etwas muss noch gesagt werden über die politischste Staffel dieser Ausnahmeserie von internationalem Niveau, bei der alle Gewerke Außergewöhnliches leisten: Dass am Ende alle diese kleinen, persönlichen Geschichten mit der verhängnisvollen, großen deutschen Geschichte zusammenfinden – das ist das besondere Verdienst dieser finalen Staffel. Das nationale Schicksal, ja, die kommende Weltpolitik, mit einem Ausflug ins Jahr 1918 zu kombinieren – und auf diese Weise Hitler doppelt ins Spiel zu bringen, als kommenden Diktator, aber eben auch als Drahtzieher einer Mordserie, ist dabei besonders clever. „Wir beurteilen die damalige Zeit aus sich heraus, also ohne Kommentar auf die Gegenwart“, ist ein Leitgedanke des renommierten Machertrios. Fragt sich, was der Zuschauer aus dieser letzten, denkwürdigen Staffel mit seinen Dramen, Tragödien und den biografischen Fakten im Epilog macht. Wird er (die deutlichen) Parallelen zur Gegenwart erkennen oder sie zumindest spüren oder wird er sie lieber leugnen?

















