Die Augen der Jugendlichen leuchten. Das „Schlaraffenland“ ist da: Endlich gibt es in der Stadt einen „Rockworld“-Laden. Nichts wie hin. Stöbern in den Auslagen voller Schallplatten. Lästern über Lehrer Meinhard Vogt (David Rott), der stolz eine Platte von Angelo Branduardi präsentiert. „Körperverletzung“, ätzt Walki (Claude Heinrich) lachend, ein Freund von Motte (Timothy Scannell), der Hauptfigur in „Blackbird“. Morten Schumacher, genannt Motte, erlebt bewegte Zeiten als 15- und 16-Jähriger und in dieser Szene im Plattenladen einen prallen Moment des Glücks, denn er ist mit Freundin Steffi (Holle Kirck) zusammen und auch sein bester Freund Bogi (Albert Lichtenstern) ist endlich wieder da. Bogi hat die Chemotherapie hinter sich und wurde aus dem Krankenhaus entlassen. Schließlich tanzt der ganze Laden zu „Lust for Life“ von Iggy Pop. Die an Klassikern reiche Musik der 1970er Jahre ist im Film ein zentrales Element, als Takt- und Rhythmusgeber und natürlich als zuverlässiges Instrument, um Emotionen und Stimmungen zu transportieren. In „Blackbird“ ist zwar kein Branduardi zu hören, dafür aber David Bowie, Lou Reed, The Clash, America, The Velvet Underground, sogar Peter Maffay und natürlich die Beatles, nicht nur mit dem Titel gebenden Song. Musik im Überfluss – da hätten die ergänzenden Filmkompositionen getrost etwas dezenter ausfallen können.
Foto: HR / Port au Prince / Tatami Films
Reine Glücksgefühle hat Motte jedoch eher selten. Zu Beginn sieht man, wie sein Vater Kartons ins Auto packt und davonfährt. Motte beobachtet das wie ein Außenstehender. „Obwohl meine Mutter mir leid tat, ging sie mir total auf den Geist“, hört man die Stimme von Bjarne Mädel, der hier den erwachsen gewordenen Motte spielt und meist als Erzähler aus dem Off präsent ist. Aber in wenigen Szenen am Anfang, in der Mitte und am Ende des Films sieht man ihn auch vor der Kamera. Allerdings braucht man schon sehr viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass aus dem jugendlichen Timothy Scannell alias Motte diese ältere Bjarne-Mädel-Version geworden sein könnte. Egal, die Idee, die Erzählung mit einem Zeitsprung und einer melancholischen „Sitzung“ auf dem alten Sprungturm einzurahmen, bei der Motte der Tochter (Agnieszka Piwowarska) von Bademeister „Elvis“ (Alexander Scheer) begegnet, der ihm einst das Leben rettete, rundet die literarische Verfilmung stimmig ab. Auch wenn Drehbuch und Regie mit der Figur des älteren Motte die Erzähl-Perspektive des Romans etwas modifizieren. Im Gegensatz zum Film blieb Matthias Brandt in seinem Roman-Debüt mit der Ich-Perspektive des Teenagers ganz in der von Motte erlebten unmittelbaren Gegenwart. So passen die im Film verwendeten Zitate aus dem Roman eigentlich nicht zur Stimme des älteren Motte.
Foto: HR / Port au Prince / Tatami Films
Soundtrack: The Sweet („Ballroom Blitz“), XTC („Making plans for Nigel“), David Bowie („Sound and Vision“, „Always crashing in the same car“, „Live on Mars“), The Beatles („Something“, „Blackbird“), The Undertones („Teenage kicks“), The Velvet Underground („Oh! Sweet Nuthin!“, „Sunday Morning“), The Specials („A message to Rudy“), Lou Reed („Perfect Day“, „Satellite of Love“), Crosby, Stills and Nash („Helplessly Hoping“), Peter Maffay („Du“), The Stooges („I Wanna Be Your Dog“), The Clash („London calling“), Iggy Pop („Lust for Life“), The Cure („Boys don’t cry“), America („A Horse with no name“)
Timothy Scannell spielt die jugendliche Hauptrolle jedenfalls als schüchtern-sympathischen Wuschelkopf, der kaum ein Wort hervorbringt, wenn er von seinen Gefühlen mal wieder überfordert ist. Weniger die Scheidung seiner Eltern wirft Motte aus der Bahn, dafür umso stärker die plötzliche Erkrankung seines besten Freundes Bogi am lebensbedrohlichen Non-Hodgkin-Lymphom. Der verunsicherte Motte weiß nicht, was er am Krankenhausbett sagen soll, also drückt er sich lieber vor Besuchen. Außerdem ist er gerade in Jaqueline (Nelly Hoffmann) verliebt, die er erfolgreich ins Kino einladen kann. Es läuft der Softsexfilm „Bilitis“, der feuchte Traum pubertierender Jungs Ende der Siebziger Jahre. Auch sonst wird der historischen Authentizität mit Kassettenrekorder, Telefonhäuschen, Sitzkissen und Friedenstaube-Aufkleber dezent Genüge getan, ohne dass die Ausstattung wie ein Freilichtmuseum wirken würde.
Foto: HR / Port au Prince / Tatami Films
Vor allem aber treffen Ungureit und Zähle den empathischen und humorvollen Ton der literarischen Vorlage, die von Freundschaft und Liebe und zugleich von Abschied, unerträglichem Verlust und Trauer handelt. Verständlicherweise muss sich ein Film-Drehbuch auf das Wesentliche konzentrieren. So tauchen hier skurrile und wichtige Nebenfiguren des Romans nur in einer einzigen Szene auf wie etwa „Neandertal Klaus“ (Nathan Bonhoeffer), mit dem Motte im Schwimmbad kifft. Dafür hat Autor Ungureit die Rolle der jungen, patenten, von Holle Kirck herzerwärmend gespielten Schornsteinfegerin Steffi ausgebaut. „Matthias Brandt erzählte, dass das Publikum bei seinen Lesungen immer mehr von Steffi wissen wollte, und dass er, wenn er den Roman noch einmal schriebe, diese Rolle größer machen würde. Dieses Privileg hatte ich dann beim Schreiben des Drehbuchs, und es war eine große Freude“, berichtet Ungureit. Steffi macht ihrem Schornsteinfegerkostüm alle Ehre und ist so etwas wie die gute Fee, die dem Film einen märchenhaften Touch verleiht. Sie läuft dem irrlichternden Motte immer wieder über den Weg, wird seine große Stütze und überrascht außerdem mit schrägen Fragen wie dieser: „Kann man jemanden eigentlich verglimpfen?“ Das wüsste man wirklich gern.


11 Kommentare
Hey, wie toll ist der Film: „Blackbird“? Ein Film, der die Jugendzeit meiner Eltern beleuchtet und gleichzeitig aktuelle Probleme, wie die Krankheit eines engen Freundes zeigt. So ähnlich ergeht es auch mir, während ich meine Jugendzeit genießen konnte, ging es für meine Freundin „bergab“. Sie erkrankte im September 2021 an Corona und bekam Post-COVID. Bis heute leidet sie an ME/CFS, Brain Fog und hat oft unglaubliche Schmerzen in ihren Beinen, weil ihr zentrales Nervensystem von dieser Krankheit betroffen ist. Ich finde es super gut, dass die ARD nun öfters Filme „mit Köpfchen“ zeigt und „den Finger in die Wunde legt“. Super würde ich es finden, wenn wir bald im Fernsehen eine chronologische Darstellung der ganzen Coronazeit in Form einer Spielfilmserie sehen könnten. Gut würde sich hier die ARD Serie „Charité“ eignen. Dort könnte man zeigen wie Corona nach Deutschland kam und kurz darauf BIONTECH und weitere Firmen einen Impfstoff gegen Corona entwickelten. Man könnte zeigen, wie Prof. Drosten in der Charité den ersten Coronatest weltweit entwickelte. Man könnte die Rede an die Nation von Frau Dr. Angela Merkel zeigen und die täglichen Pressekonferenzen des Robert-Koch-Instituts und somit Herrn Prof. Wieler. Man könnte uns Bürgerinnen und Bürger des Landes zeigen, angefangen vom Kind bis zum Senior und dazu zählt auch der Querdenker. Man könnte zeigen, wie man in der Charité gegen Corona kämpfte (Ärtzeteams und Pflegeteams kämpfen um das Überleben von Coronapatient:innen). Man sollte auch den kompletten Leidensweg der Coronapatient:innen zeigen. Man sollte auch zeigen, wenn junge Menschen an Corona versterben. Man kann auch den Tönniesfall, die versuchte Erstürmung des Reichstagsgebäudes, den 2. Lockdown, das furchtbare Weihnachtsfest 2020 mit in die Serie integrieren. Man sollte dann auch die super große Impfaktion darstellen und die unterschiedlichen Meinungen zum Impfen. Ganz besonders sollte man aber auch die Brandrede von Prof. Wieler und die „Operation Kleeblatt“ im Herbst 2021 zeigen. Man sollte auch zeigen, wie viele junge Menschen auch heute noch unter Post-COVID leiden.
Ich wünsche mir Filme zum Thema der Gewalt gegen Einsatzkräfte wie Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst, so wie wir das jedes Jahr an Silvester erleben. Ich wünsche mir Filme über Hitzetote, über Waldbrände und über weitere Krankheiten, wie über Parkinson, über MS, über ALS usw. Auch ein Film über die Flut im Ahrtal wäre super.
Einfach nur sehr, sehr gut! Endlich gibt es nicht nur Krimis, sondern auch mal Filme, die „ans Herz gehen, einen berühren und zum Nachdenken und Mitdenken animieren“. Vielen, vielen Dank, liebe ARD für den Film „Blackbird“.
Genau wie Frau Jule Ullrich wünsche ich mir viele weitere Filme zu brisanten und aktuellen Themen, wie auch über Ebola, über das Hanta-Virus oder über „die Flughafenmaleria“. Auch ein Thema wäre der Rechtsruck in unserem Land. Doch ganz besonders wünsche auch ich mir eine Chronologie der COVID-Pandemie in einer Spielfilmserie „verpackt“. Auch Frau Prof. Scheibenbogen darf dabei nicht fehlen, weil sie zu Long-COVID an der Charité forscht.
Kann das deutsche Fernsehen auch anders aussehen? Es gibt also doch noch Filme mit „Umhau-Effekt“ und das Fernsehprogramm besteht nicht nur aus Castingshows, Realityformaten, Krimis oder Quizshows. Ganz großes Kino, das ist der Film „Blackbird“, den ich mir mit meiner ganzen Familie noch einmal am Mittwoch, den 30.09. 2026 in der ARD vor dem Fernseher ansehen werde. In meiner Familie erkrankte mein Cousin mit nur 17 Jahren an Post-COVID. Bis heute ist er ein Pflegefall. Genau deswegen kann ich den Zwiespalt von Motte aus dem Film mehr als gut nachvollziehen. Während mein Leben weitergeht und ich meine Zeit als junger Student genießen kann, sitzt mein Cousin zuhause und wird täglich vom Pflegedienst betreut und was ist in 10 Jahren? Muss dann mein Cousin mit nur 32 Jahren in ein Altenwohnheim, wenn meine Tante und mein Onkel die Pflege zuhause nicht mehr übernehmen können, weil sie dann zu alt sind?
Ich wünsche mir unbedingt ebenso eine Chronik der COVID-Pandemie in einer Serie, wie die der „Charité“ mit allen Facetten, aber besonders wünsche ich mir einen Fokus auf die Pflegekräfte und Ärzte und Ärztinnen zu legen, die in der Pandemie unfassbar hart und viel gearbeitet und geleistet haben. Diese Menschen sind in der Krise „über sich hinaus gewachsen“, während wir zuhause auf dem Sofa gelegen haben und uns darüber beschwert haben, weil wir jetzt nicht in den Urlaub fahren können oder ein Konzert nicht besuchen können.
Ich wünsche mir weitere Filme mit „Umhau-Effekt“, wie z.B. auch über den Anschlag auf den CSD in Berlin oder den Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt. Auch über Anschläge auf unser Stromnetz könnte man einen Film drehen und was das wirklich bedeutet, wenn in Krankenhäusern für Tage der Strom ausfällt oder wenn Alte und Kranke oder kleine Kinder frieren müssen, weil es kalt ist.
Ich wünsche mir mehr Filme wie: „Die Welt steht still“ (ZDF), „Aus dem Leben“ (ARD, „Verschollen“ (ARD), „Hundertdreizehn“ (ARD) und jetzt eben „Blackbird“
Konflikte und Probleme, die auch heute noch aktuell sind, werden in diesem wunderbaren Film thematisiert. Man macht erste Liebeserfahrungen und Mutproben und gleichzeitig liegt der beste Freund im Krankenhaus. Der Film zeigt den unglaublichen Spagat zwischen unbeschwerter Jugend und gleichzeitig „dem Ernst des Lebens“ und wer weiß, was bei uns in einigen Jahren geschehen wird? Einen 10 m Turm müssen wir vielleicht mit abreißen, aber dafür müssen meine Kinder und später meine Enkelkinder ganz andere Herausforderungen meistern.
Ich würde mich, wie viele schon vor mir geschrieben haben, über eine Spielfilmserie zur Chronik der COVID-Pandemie im deutschen Fernsehen freuen. Auch dort könnte man den Zwiespalt darstellen, wenn ein Freund oder ein Familienmitglied an Post-COVID erkrankt und für „alle anderen das normale Leben weitergeht“.
Ich wünsche mir mehr Filme, die die Alltagsrealität wiederspiegelt, wie z.B.: In der Klasse meines Sohnes ist ein Mädchen aus der Ukraine. Sie floh mit ihrer Mutter nach Deutschland. Der Onkel des Mädchens kämpfte an der Front und wurde schwer verletzt nach Österreich gebracht, um dort behandelt zu werden. Auch über Crans Montana könnte man einen Film drehen. Doch zunächst möchte ich der ARD zu diesem ganz besonderen Film gratulieren!
Toller Film! Und Alexander Scheer als Bademeister ‚Elvis‘ genial!!
Ein Film „aus dem echten, dem normalen Leben“, gefühlvoll und niveauvoll dargestellt. Lustige Momente streifen die Traurigkeit. Verlust, Angst und „wer man eigentlich in diesem Alter ist“, machen diesen Film so einzigartig gut. Vielen Dank an das hr-Fernsehen und die ARD für diesen Film. Ich wünsche mir weitere Filme dieser KLASSE. Ich wünsche mir Filme über die Chronik der Coronapandemie. Während der Coronapandemie verstarb ein Nachbarsmädchen mit nur 13 Jahren an Corona. Vor ihrer Coronainfektion war sie völlig gesund. Sie spielte Handball und war immer aktiv. Dann bekam sie Corona und plötzlich stand der Krankenwagen vor ihrer Haustüre. Sie kam nie mehr wieder. Viele gute Themen, über die man einen Film drehen kann, wurden hier bereits genannt, die auch ich in einem Film gerne sehen würde, so wie die Angriffe auf die Rettungssanitäter, die Polizei, die Feuerwehr. Auch Messerstechereien, die so stark zugenommen haben. Auch Clan und Parallelwelten gehören dazu. Über weitere Krankheiten könnte man Filme drehen, wie über Demenz.
Wenn ich mich in meinem Wohnviertel umschaue, so sehe ich „unter jedem Dach Sorgen und Probleme, Kummer und Leid“. In der Wohnung „unter mir“ wohnt eine alleinerziehende Mutter die durch die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten finanzielle Schwierigkeiten hat. In der Straße gegenüber wohnt ein junger Vater mit 3 Kindern. Er verlor seine Frau an Brustkrebs. Dann wohnt eine junge Ukarinerin mit ihren zwei Kindern in unserem Viertel, ihr Mann kämpft an der Front. Und bei mir: Ich verlor meinen Vater mit nur 39 Jahren an Corona, meine Mutter leidet unter Post-COVID und meine Schwester und ich wechseln uns in der Pflege der Mutter ab.
Deshalb tat der gestrige ARD-Film: „Blackbird“ mehr als gut. Er zeigte uns allen, wie verletzlich unser Leben ist und wir, trotz aller Probleme. froh über jeden Tag sein können, an dem wir gesund sind.
Auch ich wünsche mir eine chronologische Darstellung der gesamen COVID-Pandemie in Spielfilmform mit einer Dokumentation danach. Zeigen Sie mehr Filme „aus unserem Leben“. So z.B. wenn im Sommer es zu Waldbränden kommt und Menschen aus ihren Häusern flüchten müssen, während die Feuerwehr um das Hab und Gut der Menschen kämpft und die Flammen in schach hält. Zeigen Sie Filme wie „Heldin“ im Fernsehen u.V.m.
Ein Film für „die ganze Familie und die Freunde noch dazu“. „Blackbird“ war endlich, seit langer Zeit mal wieder ein Film „zum Hinsehen“. Er behandelte das Heranwachsen von Jugendlichen mit der ersten Liebe und der ersten Enttäuschung, Scheidung der Eltern und besonders gut dargestellt wurde die Krebserkrankung eines jungen Mannes. Ganz fantastisch gespielt. Wir sind Familie Batz und am gestrigen Abend haben wir uns alle zusammen (angefangen von meiner Enkelin bis zu mir, also dem alten Opa, mit 79 Jahren), den hr-Film angesehen und wir waren alle mehr als begeistert von einem Film der „unser Dasein“ darstellt und ungeschönt auf eine schwere Krankheit schaut. Wenn wir Wünsche zum Fernsehrprogramm „frei hätten“, so würden wir uns des Öfteren Filme dieses Formates wünschen. Im ZDF sehen wir derzeit jeden Mittwoch die Dokumentationsserie: „Die Lebensretter von Murnau“. Wir würden uns mehr Realität, auch in Arztserien, wünschen, indem man den echten Alltag in einer Klinik zeigt. Zeigen Sie Filme über Armut, auch bei uns in Deutschland, über Angriffe auf die Mitarbeitenden in der Klinik, im Rettungsdienst, der Feuerwehr und der Polizei. und bei der Bahn Zeigen Sie, wie Deutschland nach dem Sieg von rechten Parteien aussehen würde. Zeigen Sie Hitzetote, Waldbrände und die Flut im Ahrtal. Zeigen Sie die Anschläge mit einem Auto und was das auch mit Menschen im Rettungsdienst und der Klinik macht (unser Nachbar war beim Einsatz am Magdeburger Weihnachtsmarkt als Notarzt dabei. Bis heute hat dieser junge Mann von 37 Jahren Albträume).
Und zeigen Sie bitte ganz besonders eine Chronik der SARS-CoV-2 Pandemie in einer Spielfilmserie, wie die der ARD-Serie der „Charité“. Und bitte zeigen Sie keine 4. Staffel der ARD-Serie der Charité über die Zukunft. Zeigen Sie weniger Krimis, aber dafür Filme „von unseren Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes“.
Danke und alles Gute an den hr und die ARD wünscht Familie Batz
„Blackbird“ zeigt, was „unser Leben ausmacht“. Es zeigt Freude, Kummer und auch den Tod. Danke an die ARD und das hr-Fernsehen für „einen Film, der aus unserer Mitte stammt“. Danke für das Zeigen des Leidensweges eines jungen Krebspatienten. Danke für das Zeigen des Leidens und des Hoffens der Eltern, der Freunde eines jungen Menschens, der unheilbar krank ist und bald sterben wird.
Auch meine Bitte lautet: Zeigen Sie viel öfters Filme „aus unserer Mitte“, über die Chronik der COVID-Pandemie, über die Menschen, die aus der Ukraine zu uns kommen und um ihre Angehörigen an der Front bangen. Zeigen Sie, wenn plötzlich das eigene Zuhause in Flammen steht, wie z.B. bei Waldbränden oder bei einem „ganz normalen Hausbrand“. Legen Sie „den Finger in die offenen Wunden unserer Gesellschaft“ und zeigen Sie, wenn Rettungskräfte, die Polizei und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Krankenhaus, z.B. an Silvester angegriffen werden, mit Böllern beworfen werden usw. Zeigen Sie die Terroranschläge mit einem Auto und was das mit Opfern, den Hinterbliebenen, aber auch mit den Polizisten und Rettungskräften macht. Zeigen Sie „alles, was unser Leben ausmacht“.
Aber für heute „ziehe ich meinen Hut“ vor dem Film: „Blackbird“ und sage DANKE!
Wow, was für ein bewegender Film ! Ich möchte allen Kommentaren zustimmen, die sich mehr Realität im Fernsehen wünschen. Vielleicht eignet sich für die Erstellung einer Chronik über die Corona-Pandemie in Spielfilmserie die rbb-Dokumentation: „Charité Intensiv-Station 43-Sterben““ und damit alle 4 Teile dieser Doku als gute Orientierung, was die Ärzteteams und Pflegekräfte zu dieser Zeit alles zu leisten hatten. Auch das Leid der Patienten und deren Familien wird in der Doku eindrucksvoll gezeigt.
Die Schlussszene, wo sie für ihn spricht und ihn behutsam zurück ins Leben führt, ist phantastisch. Ganz grosses Lob für die beiden Darsteller.