Ein Auto explodiert vor den Augen von Kommissar Özakin und seiner Frau. Opfer ist ein Enthüllungsjournalist. Die erste Spur führt zum Chefredakteur seines Blattes: Denn jener Ersun Turan hat ein Verhältnis mit der Frau des Toten. Außerdem gibt es einen korrupten Bauunternehmer, den die Recherchen des Reporters einst ins Gefängnis gebracht haben. Die zweite heiße Spur führt in eine Privatklinik nach Antalya. Sind die Nierentransplantationen, die dort durchgeführt werden, tatsächlich so harmlos, wie sie dargestellt werden?
„Mordkommision Istanbul“ zum Fünften. Es bewegt sich nicht viel in dieser Krimi-Reihe, die außer ein paar Schauwerten wenig anzubieten hat. „Kriminalistisch“ ist das simpelste Whodunit-Dramaturgie. Durchgereicht werden ein paar Verdächtige, es gibt den üblichen Last-Minute-Rescue und noch einen kleinen finalen Überraschungsdreh. Die erste Stunde ist das übliche Degeto-Krimi-Geplänkel, einfallslos erzählt und garniert mit ein paar Albernheiten auf Kosten von Mustafa Tombul und der neuen Praktikantin im Polizeipräsidium. Nachdem allen falschen Fährten nachgespürt wurde, Özakin & Co reichlich Laufarbeit und Verbalermittlung hinter sich gebracht haben, wird die Spannungsschraube in den letzten 30 Minuten kräftig angezogen. Das ist die Zeit der falschen Bärte (Jan-Gregor Kremp als Türke!), der falschen Versprechungen und der falschen Alibis.

