2 für alle Fälle – Manche mögen Mord
    • Reihe „2 für alle Fälle – Manche mögen Mord“

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      U5 Filmproduktion präsentiert: "Rindvieh à la Carte" (ARD, 28.6.)

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      Auf einen Blick: die Top-Fernsehfilm-Premieren im Juni 2013

      Eins Festival, 16.03.2013, 05:30 Uhr - Wiederholung

      Jan Fedder, Axel Milberg, Nina Petri, Kur(schatten)möglichkeiten und zwei Morde

      Rainer Tittelbach
      Der zweite Fall der zwei ungleichen Brüder. Und wieder muss der Ex-Bulle den unter Mordverdacht stehenden Damen-Beglücker aus der Klemme helfen. Das gute Trio hilft über die etwas bemühte Anfangshalbestunde hinweg. Mit dem zweiten Mord und Steffi Kühnerts Kommissarin kommt mehr Zug in die Geschichte. Mit Genre-Ironie und Nachhilfestunden in Sachen Anmache kriegt "2 für alle Fälle – Manche mögen Mord" doch noch die Kurve.

      die Combo
      Foto: Degeto / Thorsten Jander

      Mit ihrer friesischen Rock-Jazz-Combo spielen Piet (Jan Fedder), Paula (Nina Petri) und Hannes (Axel Milberg) im Rentneridyll Harz den Saal leer. Rauch & Jacobsen

      „Alles über Deichhöhe ist überflüssig“, findet der Husumer Ex-Bulle Piet Becker. Und jetzt ausgerechnet der Harz! Sein Bruder Hannes Bongartz, der hier mal wieder erfolgreich seine Kur(schatten)möglichkeiten austestet, lockt ihn, dessen Lebensgefährtin Paula und Kumpel Rüdiger in ein Örtchen namens Elend – unter dem Vorwand einiger Auftritte ihrer Combo. In Wahrheit aber beunruhigt Hannes der Tod eines „Berufskollegen“, der offenbar ermordet worden ist, und die Bedrohung seiner neuen Herzdame, einer Millionenerbin, die in Fragen der eigenen Sicherheit bisher viel zu sorglos war. Sie wird seit Tagen mit anonymen Anrufen bombardiert. Als sie sich eines Abends entscheidet, Piet als ihren Bodyguard einzustellen, ist es zu spät: am nächsten Morgen ist sie tot – und Hannes ist der einzige Verdächtige. Und das bleibt auch so – weil es der hoch schwangeren Dorfkommissarin schwer fällt, in alle Richtungen zu ermitteln. Also muss die Band ran und ihrem Bassisten aus der Klemme helfen.

      Milberg & Rauch
      Foto: Degeto / Thorsten Jander

      Die Millionärin lässt sich gern von ihrem Hannes verwöhnen. Milberg & Rauch

      Jan Fedder, Axel Milberg, Nina Petri – wer ein solches Gespann für einen Degeto-Unterhaltungsfilm gewinnen kann und damit eine gute Quote einfährt – der will nachlegen. „Ein Song für den Mörder“ lebte von der Art, wie Axel Milberg seinen Heiratsschwindler spielte, und von der Weise, wie die Musik in die Auflösung des Falls integriert wurde. So intelligent ist „Manche mögen Mord“ nicht angelegt. Zunächst hängt die Story ein wenig in der (Mittelgebirgshöhen-)Luft. Wolfgang Limmer und Christoph Schnee lassen sich Zeit, Atmosphäre aber kommt dabei wenig auf. Mit Hendrix und Dylan den silbergelockten Schunkelsaal leer zu rocken oder die Revierkämpfe der Hochstapler in Herzensangelegen-heiten anzudeuten, ist zunächst kein Ersatz für die fehlende Handlung. Dafür sind die Situationen zu gewollt, die Witzeleien unter Brüdern zu harmlos. Erst durch den Mord kommt etwas Zug in die Geschichte. Nicht zuletzt auch durch Steffi Kühnerts burschikose Kommissarin von blauem Geblüt, die ein wenig aus der Übung scheint und sich an den fünf Ws der Ermittlung abarbeitet. In der zweiten Hälfte blitzt dann plötzlich Genre-Ironie auf. Laune machen vor allem auch Hannes Bongartz’ Nachhilfestunden in Sachen Frauenbeglückung – insbesondere „die Suche nach dem Glücksfenster beim Blickkontakt“. Auch die Umsetzung am Roulette-Tisch, die Königsdisziplin der Verführung, durch den Husumer Jung Piet, kann sich sehen lassen. So kriegt „2 für alle Fälle“ doch noch die Kurve!

      Im Schlussspurt ist „Manche mögen Mord“ so kurzweilig, dass der Film keine geschmacklosen Johannes-Heesters-Witze mehr nötig hätte. Gags über 108Jährige sind in Hinblick auf Wiederholungen ohnehin höchst kontraproduktiv. Um so etwas zu erkennen, sollten Redakteure da sein. Und jetzt hat die ARD den Salat!

      Kühnert & Glade
      Foto: Degeto / Thorsten Jander

      Provinzermittler: Wie war das doch gleich mit den W-Fragen? Kühnert & Glade

      Rainer Tittelbach arbeitet seit über 25 Jahren als TV-Kritiker & Medienjournalist. Er ist Grimme-Juror & FSF-Prüfer. Seit 2009 betreibt er tittelbach.tv. Mehr


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      „2 für alle Fälle – Manche mögen Mord“
      Degeto / Reihe / Kriminalkomödie
      EA: 19.1.2012, 20.15 Uhr (ARD)
      Mit Jan Fedder, Axel Milberg, Nina Petri, Frank Jacobsen, Janette Rauch, Jan Henrik Stahlberg, Steffi Kühnert, August Schmölzer, Martin Glade, Arnd Klawitter, Claudia Mehnert und Lars Rudolph
      Drehbuch: Wolfgang Limmer
      Regie: Christoph Schnee
      Produktionsfirma: Nordfilm
      Quote: 4,57 Mio. Zuschauer (13,6% MA)


      Bewertung: 3,0 von 6



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