Lösegeld
    • Fernsehfilm „Lösegeld“

      WEISSENSEE - Staffel 2 "Mein Vater, seine Freunde & das ganz schnelle Geld" (Mediathek) Foto anklicken, bei amazon kaufen & tittelbach.tv unterstützen noch mal zur Primetime auf 1Festival: "Mobbing" (18.5., 20.15 Uhr) Auf einen Blick: die Top-Fernsehfilm-Premieren im Mai 2013
      Foto: Zieglerfilm

      WEISSENSEE - Staffel 2

      Zieglerfilm präsentiert die Ausnahme-Serie vorab auf DVD

      Foto: ZDF / Hartmann

      "Mein Vater, seine Freunde & das ganz schnelle Geld" (Mediathek)

      collina Filmproduktion präsentiert einen Film von Max Färberböck & Ulrich Limmer

      Foto anklicken, bei amazon kaufen & tittelbach.tv unterstützen

      Foto: BR / Fischkoesen

      noch mal zur Primetime auf 1Festival: "Mobbing" (18.5., 20.15 Uhr)

      Foto: SWR / ORF / Domenigg

      Auf einen Blick: die Top-Fernsehfilm-Premieren im Mai 2013

      Eins Festival, 29.09.2012, 03:15 Uhr - Wiederholung

      Maticevic, Ulrike Tscharre, Stephan Wagner & Menschen, die tun, was sie tun müssen

      Rainer Tittelbach
      Das Mädchen und der Kommissar. Sie hat Diamanten unterschlagen, er soll ihr auf die Schliche kommen. Sie bittet um Polizeischutz, er gibt ihr mehr als das. Beide verlieben sich ineinander... „Lösegeld“ steht in der Tradition des französischen Films und der Krimi-Thriller zunehmend im Schatten des Melodramas. Versuchung, Verführung, Lust – und die Wahrheit der Liebe obsiegt über die kriminelle Energie. Maticevic und Tscharre sind eine traumhafte Besetzung. Ein Film voller magischer Momente. Einfach, essentiell und sehr effektiv.

      Tscharre & Maticevic
      Foto: WDR / Oliver Feist

      Beschützen ist sein Job. Bei Nina (Ulrike C. Tscharre) nimmt Lysewski (Misel Maticevic) seine Aufgaben besonders ernst. Ist der Entführer hinter ihr her?

      Nina Hausen ist zur falschen Zeit am falschen Ort. Nachts im Wald will sie nur mal kurz ihren Hund aus dem Wagen lassen. Wenig später wird sie von einem Fremden angegriffen. Sie kann ihn überwältigen und flieht – dabei fährt sie den Mann an und verletzt ihn schwer. Wie sich später herausstellt, hat der Flüchtige ein Industriellenkind entführt und ein hohes Lösegeld erhalten. Und genau dieses Lösegeld, ein Säckchen mit Diamanten, befindet sich plötzlich im Besitz der Chefin einer Begleitagentur. Die Polizei ist skeptisch, was ihr Protokoll der Tatnacht angeht. Als sich der Entführer den Weg zu ihr frei schießt, erhärtet sich der Verdacht, dass Nina die Steine unterschlagen haben könnte. Ihre Antwort: „Ich will Polizeischutz“. Den soll sie bekommen. Diethard Lysewski, ein desillusionierter Bulle, legt die Lederjacke ab, schaut ihr tief in die Augen – und ist von nun an ein neuer Mensch. Auch Nina verliebt sich in den Kommissar. Doch der Verdacht gegen sie ist noch nicht ausgeräumt. Vor allem Kommissar Weber, der nichts von der Affäre des Kollegen weiß, ist heiß auf die Aufklärung des Falls. Lysewski muss sich entscheiden. Gutes oder schlechtes Timing für seine Liebe?

      Tscharre
      Foto: WDR / Oliver Feist

      Ob Gangster oder Lover – das ehemalige Callgirl (Ulrike C. Tscharre) weiß, wie man mit den Männern umgeht. Dennoch ist sie bei Lysewski alles andere als berechnend.

      Autor, Regisseur und Produzent Stephan Wagner über seinen Film & seine Arbeitsweise:
      „Lösegeld“ ist ein Psychothriller-Krimimelodram, eine Reise durch die verschiedenen Genres. Ich wollte den Zuschauer mit einer Krimigeschichte abholen und mit ihm die Liebesgeschichte entdecken… Ich verstehe mich als ‚Auteur’, der über das Zusammenführen von Bild, Sprache und Schnitt etwas entstehen lässt.“

      Die Geschichte des ARD-Fernsehfilms „Lösegeld“ erzählt sich besser als Krimi – auch in der Inhaltsbeschreibung. Dabei steht des Deutschen liebstes Genre, nachdem das erste Drittel dem Psychothriller gehört, deutlich im Schatten des Melo-Dramas. Die Liebe verschiebt dabei die Krimi-Koordinaten von Gut und Böse, von Recht und Ordnung. Der Film von Autor-Regisseur-Produzent Stephan Wagner („Dienstreise – Was für eine Nacht“) entwickelt eine eigene Moral mit entsprechend eigenwilligen Charakteren und eine viel zu selten gewordene Erzählhaltung, die in der Tradition des französischen Krimimelodrams à la Claude Sautet, Maurice Pialat oder Claude Chabrol stehen. Am deutlichsten variiert „Lösegeld“ die Motive von „Das Mädchen und der Kommissar“ mit Michel Piccoli und Romy Schneider. Das Besondere an dieser WDR-Produktion ist ihr tiefes dramaturgisches Verständnis der filmgeschichtlichen Einflüsse. Das ist kein vordergründiges Spiel mit wohl bekannten Versatzstücken. Das ist eine „wesenhafte“, klug durchdachte Liebeskrimi-Melange. Einfach, klar, lakonisch, essentiell und sehr effektiv. Eine Wohltat im Qualitätsfernsehen, das oft nur noch mit verstiegener Plot-Komplexität und nicht immer zuschauerfreundlichen filmischen Beschleunigungstechniken glaubt, sich ästhetisch steigern zu können. Endlich mal wieder ein Film, bei dem man unbedrängt einfach nur hinschauen kann, weil es etwas Spannendes, etwas Schönes, ja gelegentlich sogar etwas Magisches zu sehen gibt.

      Maticevic & Tscharre
      Foto: WDR / Oliver Feist

      "Das Mädchen und der Kommissar". Stephan Wagners Krimi-Melodram ist deutlich beeinflusst von Claude Sautets Kino-Klassiker(n). Auch die Anmutung dieses WDR-Fernsehfilms ist sehr französisch. Da sollten die, die an Krimistorys am liebsten die Realismus-Regeln des "Tatort" anlegen, lieber mal die Augen öffnen!

      Ulrike C. Tscharre über die Erotik ihrer Rolle:
      „Der Umstand, dass Nina Hausen eine Begleitagentur führt, erhöhte für mich die Erotik der Figur, die schon beim  Lesen des Drehbuchs mitschwang und die ich spürbar machen wollte… In diesem Film gehört die Nacktheit, die Intimität genauso, wie wir sie zeigen, dazu.“
       

      Misel Maticevic über seine Rolle:
      „Es ist ein desillusionierter Kommissar, einer, der eine Mischung aus Resignation, Melancholie und Grimmigkeit in sich trägt. Und dann taucht da diese Frau auf, die in ihm etwas weckt und ihn verändert.“

      Licht & Maticevic
      Foto: WDR / Oliver Feist

      Männer, die tun, was sie tun müssen. Und das Gegenüber versteht immer auch ein Stück weit das eigenwillige Handeln des anderen. Misel Maticevic und Simon Licht, der sich bei Wagner endlich mal etwas freispielen kann von seinem negativen Rollen-Image – auch wenn er in "Lösegeld" nicht unbedingt den Sympathen gibt!

      Misel Maticevic und Ulrike C. Tscharre, schon in dem Film „Letzter Moment“ eine sinnlich-erotische Offenbarung (jenseits bloßer Nacktheit), sind eine Traumbesetzung. Der Ambient-like angejazzte Soundtrack ist eine Musik, die miterzählt, und darüber hinaus ein Genuss für die Ohren. Wagner etabliert auf allen Ebenen die Werte und Wirkungen des klassischen französischen Kinos, in dessen emotionalem Zentrum die Begriffe Versuchung, Verführung, Lust stehen. Und was die Moral angeht: da obsiegt eindeutig die Wahrhaftigkeit der Liebe über die Realität der Unterschlagung. Auch das eine französische Spielart. Das schöne Ex-Callgirl ist ein ehrlicher, aufrichtiger Mensch. „Ich würde dir alles sagen. Alles. Du musst selbst entscheiden, was du wissen willst.“ Und der Bulle entscheidet. Er fragt, ein Mal: „Hast du was mit der Entführung zu tun?“ Die Antwort: „Nein.“ Mehr will er nicht wissen. Er ahnt, dann weiß er – und schließlich tut er, was er tun muss... (Text-Stand: 20.3.2012)

      Tscharre & Maticevic
      Foto: WDR / Oliver Feist

      Wird diese Situation ein ewiges Wunschbild bleiben? Tscharre und Maticevic

      Rainer Tittelbach arbeitet seit über 25 Jahren als TV-Kritiker & Medienjournalist. Er ist Grimme-Juror & FSF-Prüfer. Seit 2009 betreibt er tittelbach.tv. Mehr


      Sie können den fernsehfilm-beobachter unterstützen: Werden Sie Fan & Freund oder spenden Sie oder kaufen Sie bei amazon, indem Sie von hier, vom amazon-Button oder von jedem beliebigen DVD-Cover dorthin gelangen.


      „Lösegeld“
      WDR / Fernsehfilm / Krimi-Melodram
      EA: 11.4.2012, 20.15 Uhr (ARD)
      Mit Misel Maticevic, Ulrike C. Tscharre, Simon Licht, Sven Lehmann, Elmira Rafizadeh, Tristan Seith, Godehard Giese, Aylin Esener und Paul Faßnacht
      Drehbuch: Stephan Wagner
      Regie: Stephan Wagner
      Kamera: Thomas Benesch
      Schnitt: Friederike von Normann
      Musik: Irmin Schmidt
      Produktionsfirma: carte blanche Film
      Quote: 4,98 Mio. Zuschauer (15,3% MA)


      Bewertung: 5,5 von 6



      Folgende Artikel könnten Sie interessieren

      • Eine Stadt wird erpresst (Fernsehfilm)
      • Letzter Moment (Fernsehfilm)
      • Ulrike C. Tscharre: "Letzter Moment" (Interview)
      • Im Schatten (Kino-Koproduktion)
      • Im Angesicht des Verbrechens (Serie)


      Drucken Senden Kommentieren Kommentare (1)


      Tittelbach.tv empfiehlt: Filme und Serien auf DVD

      DVD : Mord am Meer DVD : Fleisch DVD : Der Sandmann DVD : Der Tote im Spreewald

       

    • Startseite
    • > Programm <
      • > Fernsehfilm <
      • Reihe
      • Mehrteiler
      • Serie
      • Kino-Koproduktion
      • Interview
      • Porträt
      • Kurztipps
    • Exklusiv
      • Interview
      • Porträt
      • News
      • Analyse
      • Drehbericht
    • Bonusmaterial
      • Toplisten
      • Was andere schreiben
      • Web-Tipps
      • Soundtrack
      • DVD-Tipps
      • Dancing DJ Roger
    • Intern
      • Tittelbachs Welt
      • Fans & Freunde
      • Glossar
      • Mediadaten
      • Datenschutz
      • Kontakt
      • Gästebuch
      • Impressum
    • Spenden

      ... weil Qualität ihren Preis hat!

    • Ausblick: Top-Krimi

      • Richy Müller
        Foto: SWR
      • in den nächsten drei Wochen:

        1. "Tatort: Spiel auf Zeit" (26.5.)
        Foto: Richy Müller

        2. "Tatort: Er wird töten" (9.6.)

        3. "Tatort: Unvergessen" (20.5.)

         

    • Ausblick: Top Drama

      • Confurius
        Foto: ZDF / Trebus
      • in den nächsten drei Wochen:

        1. "Sohnemänner" (28.5.).

        2. "Die Ausbildung" (30.5.)

        3. "Der Tote im Eis" (20.5.)

        4. "Ameisen gehen ihren Weg" (3.6.). Foto: Henriette Confurius

    • Ausblick: Top light

      • Brambach
        Foto: ZDF
      • in den nächsten zwei Wochen:

        1. "Wie Tag und Nacht" (31.5.)

        2. "Nur eine Nacht" (1.7.)

        3. "Neue Adresse Paradies" (25.5.). Foto: Martin Brambach

        4. "24 Milchkühe und kein Mann" (24.5.)

    • Die Top-Filme 2013

      • Alicia von Rittberg
        Foto: ZDF / Maack
      •  

        • "Operation Zucker" (ARD/BR)
        • "Mobbing" (ARD/BR)
        • "Mord in Eberswalde" (ARD/WDR)
        • "Und alle haben geschwiegen" (ZDF)
          Foto: Alicia von Rittberg
        • "Unsere Mütter, unsere Väter" (ZDF)
        • "Verratene Freunde" (ARD/SWR)
        • "Bloch – Im Labyrinth" (ARD/WDR/SWR)
        • "Verbrechen – nach Ferdinand von Schirach" (ZDF)
        • "Tödliche Versuchung" (ZDF)
        • "Die Auslöschung" (ARD/SWR)
    • Bert-Donnepp-Preis

      • jetzt erst mal feiern!
      • Der renommierte Preis für Medienpublizistik, 1991 vom Verein der Freunde des Grimme-Preises gestiftet, wurde am 5.2. an tittelbach.tv in Marl verliehen.

        • Preis-Begründung
        • Laudatio von Vera Linß
        • Replik von Rainer Tittelbach
    • Die Top-Filme 2012

      • Pastewka
        Foto: ZDF
      •  

        • "Das unsichtbare Mädchen" (ZDF/Arte)
        • "Der letzte schöne Tag" (ARD/WDR)
        • "Tatort – Die Ballade von Cenk und Valerie" (ARD/NDR)
        • "Das Ende einer Nacht" (ZDF)
        • "Lösegeld" (ARD/WDR)
        • "Polizeiruf 110 – Schuld" (ARD/BR)
        • "Riskante Patienten" (ARD/WDR)
        • "Der Turm" (ARD/MDR)
        • "Auslandseinsatz" (ARD/WDR)
        • "Mutter muss weg" (ZDF)
          Foto: Bastian Pastewka
        • "Polizeiruf 110 – Fieber" (ARD/BR)
        • "Spuren des Bösen: Racheengel" (ZDF/Arte)
        • "Zappelphilipp" (ARD/BR)
    • Ausgefeiert!!!

      • Spenden für tittelbach.tv
      • Der Bert-Donnepp-Preis hat längerfristig so gut wie nichts an der finanziell prekären Lage von tittelbach.tv ändern können. Im Gegenteil: Die Spenden blieben aus; (Film-)Anzeigen werden zu zögerlich gebucht. Wie wär's im Wonnemonat mit einer Spende?

    • Kalender

    • Kaufen bei

      Kaufen bei
      und tittelbach.tv unterstützen

    • Top Premieren

      Highlights bis zum 26.05.2013
      1. „Tatort – Spiel auf Zeit“  (ARD, 26.05.)
      2. „Tatort – Unvergessen“  (ARD, 20.05.)
      3. „Der Tote im Eis“  (ZDF, 20.05.)
      4. „Neue Adresse Paradies“  (ZDF neo, 25.05.)
      5. „24 Milchkühe und kein Mann“  (ARD, 24.05.)
    • Top Wiederholungen

      Highlights bis zum 19.05.2013
      1. „Löwengrube“  (BR, 19.05.)
      2. „Der Bibelcode“  (Sixx, 19.05.)
      3. „Napoleon“  (2. Teil, Servus TV, 19.05.)
      4. „Tornado – Der Zorn des Himmels“  (Sat 1 Gold, 19.05.)
      5. „Die Tore der Welt“  (1. Teil, Sat 1 Gold, 19.05.)
    • tittelbach.tv flattrn

    • Fans & Freunde

      • Freund & Fan
      • Liebe Leser, Normalzuschauer, Journalisten, Macher, Kreative... all jene, die in irgendeiner Weise von tittelbach.tv profitieren. Werden Sie Fan & Freund von tittelbach.tv. Für 25 € werden Sie namentlich erwähnt (oder auch nicht) & dazu gibt es einen Link!

    • Fernsehfilme 5/2013

      • Milberg
        Foto: NDR / von der Mehden
      • ALLE TOP-TV-Filme des Monats auf einen Blick. Ein guter Mai! Lisa Werlinder im "Tatort" Kiel. Der Monat der blonden Frauen? Erinnerungshilfe per Newsletter? Außerdem Tagestipps mit den wichtigsten Links auf Facebook

    • Facebook

    • ttv: meist gelesen

      • Jonas Nay
        Foto: NDR
      • Die Kritik zum Medien-Drama "Homevideo" (NDR/Arte) ist mit großem Abstand der meist gelesene Text auf tittelbach.tv. Foto: Jonas Nay. Die weiteren Klick-Highlights (Stand: 6.5.):
         

        •  2. "Das unsichtbare Mädchen" (ZDF/Arte)
        •  3. "Willkommen im Krieg" (Pro Sieben)
        •  4. "Es war einer von uns" (ZDF/Arte)
        •  5.  "Die Holzbaronin" (ZDF)
        •  6. "Der Duft von Holunder" (ARD)
        •  7. "Sie hat es verdient" (ARD)
        •  8. "Tödliche Versuchung" (ZDF)
        •  9. "Inklusion – gemeinsam anders" (ARD/BRalpha)
        • 10. "Nacht ohne Morgen" (ARD/WDR)
        • 11. "Die letzte Spur – Alexandra 17 Jahre" (Sat 1)
        • 12. "Ausgerechnet Sex" (Sat 1)
    • Folge uns über

      FacebookTwitterRss Feed
    • © 2013 Rainer Tittelbach