Ein Sommer mit Paul

Zauberhafter Familienfilm: Matthias Brandt als alleinerziehender Vater in der Krise

Foto: NDR
Foto Rainer Tittelbach

Er war ein deutscher David Copperfield. Nach dem Tod seiner Frau ist der Held von „Ein Sommer mit Paul“ in eine Lebenskrise geraten. Geradezu genüsslich leckt er seine Wunden und treibt mit seiner destruktiven Art den 12-jährigen Ziehsohn aus dem Haus.

Einst war er ein deutscher David Copperfield. Nach dem Tod seiner Frau ist der Held des Fernsehfilms „Ein Sommer mit Paul“ in eine Lebenskrise geraten. Geradezu genüsslich leckt er seine Wunden und treibt mit seiner destruktiven Art seinen 12-jährigen Ziehsohn aus dem Haus. Bis ihm ein Freund den Kopf wäscht – und der traurige Zauberer sich wieder etwas zutraut. Claudia Garde und Autor Sebastian Schubert ist ein schöner, kleiner Film gelungen, der sich an seinen Charakteren liebevoll abarbeitete und der dem Läuterungsprinzip mehr abgewinnen konnte als ein paar rührselige Momente. Zwischen Erwachsenen- und Kinderfilm schwankend, waren es die Figuren, die einen in diese Tragikomödie mitnahmen: der Sohn die Optimisten, der Vater die Pessimisten. Ein Verlierer als Held – mutig, dass der NDR so etwas gewagt hat. Matthias Brandt war die ideale Besetzung dafür. Wunderbar das magische Finale & die leisen Metaphern, mit denen ein Stück Poesie in den schweren Alltag gezaubert wurde.

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Fernsehfilm

NDR

Mit Matthias Brandt, Anna Thalbach, Max Schmuckert, Samuel Finzi, Judy Winter

Kamera: Martin Farkas

Szenenbild: Martina Brünner

Produktionsfirma: Kaminski.Stiehm.Film

Drehbuch: Sebastian Schubert

Regie: Claudia Garde

Quote: 4,82 Mio. Zuschauer (14,9% MA)

EA: 14.01.2009 20:15 Uhr | ARD

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