„Das Geld anderer Leute“ hieß der vorletzte Film der Reihe. Der Titel hätte für den aktuellen Fall auch gut gepasst. Ging es vor einem Jahr um widerrechtliche Hypothekenfinanzierungen im großen Stil, gerieten dieses Mal vergleichsweise kleine Leute in die Mühlen eines Schenkreises, der sich perfide als Trauerkreis tarnte.
„Das Geld anderer Leute“ hieß der vorletzte Film aus der Ausnahme-Krimireihe „Unter Verdacht“. Der Titel hätte für den aktuellen Fall auch gut gepasst. Ging es vor einem Jahr um widerrechtliche Hypothekenfinanzierungen im großen Stil, bei dem sich die Großkopferten aus der Münchner Spezerln-Gesellschaft die Brocken unter sich aufteilten, gerieten in Eva Prohaceks neuem Fall, der teilweise die alte Bankenskandal-Geschichte weitererzählte, vergleichsweise kleine Leute in die Mühlen eines Schenkreises, der sich perfide als Trauerkreis tarnte. Selbst die vermeintliche Gewinnerin wurde zur großen Verliererin – und Mörderin. Natürlich war das dick aufgetragen. Weil Isabel Kleefeld und Oliver Pautsch aber nicht mit der moralischen Keule um sich schlugen, weil sie die Heldin und ihren kongenialen Kompagnon eher mitfühlend zeigten und die interne Ermittlerin nur mit leisem Sarkasmus ihren korrupten Widersacher und Vorgesetzten strafte (dass es eine Freude war für den Zuschauer!), bot „Die falsche Frau“ eine perfekte Mischung aus menschlicher Tiefe und Kritik an einem Zeitgeist, dem schnelle Geldbeschaffung alles ist. Erzählt war das schnörkellos, sachlich, in kühlen, klaren Bildern, die ganz im Zeichen der Geschichte standen. Ein rundum gelungener Krimi.
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