Die letzte Spur – Alexandra 17 Jahre
    • Fernsehfilm „Die letzte Spur – Alexandra 17 Jahre“

      Auf einen Blick: die Top-Fernsehfilm-Premieren im Mai 2013 noch mal zur Primetime auf 1Festival: "Mobbing" (18.5., 20.15 Uhr) WEISSENSEE - Staffel 2 "Mein Vater, seine Freunde & das ganz schnelle Geld" (Mediathek) Foto anklicken, bei amazon kaufen & tittelbach.tv unterstützen
      Foto: SWR / ORF / Domenigg

      Auf einen Blick: die Top-Fernsehfilm-Premieren im Mai 2013

      Foto: BR / Fischkoesen

      noch mal zur Primetime auf 1Festival: "Mobbing" (18.5., 20.15 Uhr)

      Foto: Zieglerfilm

      WEISSENSEE - Staffel 2

      Zieglerfilm präsentiert die Ausnahme-Serie vorab auf DVD

      Foto: ZDF / Hartmann

      "Mein Vater, seine Freunde & das ganz schnelle Geld" (Mediathek)

      collina Filmproduktion präsentiert einen Film von Max Färberböck & Ulrich Limmer

      Foto anklicken, bei amazon kaufen & tittelbach.tv unterstützen

      Sixx, 17.03.2013, 02:55 Uhr - Wiederholung

      Richy Müller, Ann-Kathrin Kramer, Andreas Prochaska. Eine Träne erzählt mehr als...

      Rainer Tittelbach
      „Die letzte Spur – Alexandra 17 Jahre“ beschreibt die Chronologie einer Vermissung. Der Zuschauer wird Zeuge einer aufwendigen Polizeiaktion und erfährt, wie die Familie mit der Situation umgeht. In einem perfekten System aus Andeutungen und Auslassungen, Beobachtungen und Stimmungen, beredten Bildern und knappen Dialogen, aus präziser sinnlicher Informationsvergabe kann sich der Zuschauer in Empathie üben, ohne dass ihm von den Figuren Gefühle aufgeschwatzt oder von der Filmsprache aufgedrängt würden. Ein Film, der sich selbst erzählt – spannend, bestens besetzt, lang, aber nicht zu lang!

      Emilia Schüle
      Foto: Sat 1 / Stefan Haring

      Stylen fürs Kremser Sommerfest. Führt Alexandra (Emilia Schüle) ein Doppelleben?“


      Soundtrack: Bunny Lake ("Got the fever", "Strobe Love", "Stiletto Stomp"), One two three Cheers and a Tiger ("No one notices", "An awful lot"), The Pigeon Detectives ("I'm not sorry"), Aaron ("Last Night Thoughts"; "Little Love")

      Bedanken Sie sich für den Service: Kaufen Sie über tittelbach.tv bei amazon und unterstützen Sie die Seite! (amazon-Link oben unterm Kalender)

      Krems, eine niederösterreichische Kleinstadt. Es ist der Abend vor Alexandra Walchs 17. Geburtstag: das Mädchen stylt sich für das alljährliche Sommerfest. Gemeinsam mit ihrer Cousine und besten Freundin Christina zieht sie los, ihr Bruder Daniel soll sie morgens heimbringen. Doch der kommt allein nach Hause. Die Eltern sind beunruhigt, der Vater macht sich auf die Suche. Dabei stößt er auf Alexandras Freund, von dem er und seine Frau überhaupt nichts wussten. Jener Moritz hat sich im Auto mit Alex gestritten, dann sei sie ausgestiegen, am Hafen. Keine sichere Gegend. Die Polizei wird aktiv. Kommissar Lenz kommt nach Krems und wirft die Suchmaschinerie an: Hubschrauber, Hunde, Handzettel – doch nach über 30 Stunden immer noch keine Spur von dem Mädchen. Dann eine SMS: „Bitte sucht mich nicht!“ Das Absender-Handy wird in der Nähe des Straßenstrichs gefunden. Der Vater begibt sich ins „Milieu“. Die Prostituierte Carla scheint in der Nacht, etwas gesehen zu haben. Doch sie schweigt. Wenig später ist sie tot. Führt(e) Alexandra ein Doppelleben? Ist sie verschleppt worden? Oder ist sie bewusst abgehauen? Jedenfalls ist sie ein ziemliches „Früchtchen“ (gewesen) – was dem Vater langsam klar wird, als er sich durch ihr Social Network klickt. Alexandra hatte offenbar sogar mit einem Lehrer ein Verhältnis.

      Müller & Kramer
      Foto: Sat 1 / Oliver Roth

      Die Eltern versuchen, die Ruhe zu bewahren. Richy Müller und Ann-Kathrin Kramer

      „Die letzte Spur – Alexandra 17 Jahre“ beschreibt die Chronologie einer Vermissung. Auf der einen Seite ist man als Zuschauer Zeuge einer aufwendigen Polizei(such)aktion, auf der anderen Seite erfährt man hautnah, wie eine Familie durch verschiedene emotionale Phasen geht und wie sie versucht, zu einer weitgehend „gespielten“ Normalität zurückzufinden, damit sich die kleine Tochter nicht übermäßig ängstigt. Durch das scheinbare Entlanghangeln an der Chronologie der Ereignisse ergibt sich eine narrative Konstruktion, die den Film wie von selbst antreibt. „Die letzte Spur“ ist ein Krimidrama, das sich im wahrsten Sinne des Wortes selbst erzählt. In einem perfekten System aus Andeutungen und Auslassungen, Beobachtungen und Stimmungen, beredten Bildern und knappen, präzisen Dialogen, aus rascher Informationsvergabe und atmosphärischem Nachhall kann sich der Zuschauer in Empathie üben, ohne dass ihm von den Figuren Gefühle aufgeschwatzt oder von der Filmsprache überdeutlich aufgedrängt würden. Eine Träne erzählt mehr als 1000 Worte.

      Müller & Prinz
      Foto: Sat 1 / Stefan Haring

      Im Wald wird eine Leiche gefunden. Ist es Alexandra? Richy Müller und Hary Prinz

      „Die letzte Spur – Alexandra 17 Jahre“ ist ein ungewöhnlicher Krimi – nicht nur im Rahmen der Sat-1-Movies. Neben der großen dramaturgischen Präzision besticht der Film von Andreas Prochaska auch durch seine grandiose Optik. David Slamas Bildgestaltung, die die Geschichte adäquat düster umrahmt und die Figuren mitunter nah heranholt, ohne je die Distanz zu ihnen und ihrem Handeln zu verlieren, ist meisterlich. In Kombination mit der atmosphärischen Montage ist das handwerklich und ästhetisch ganz großes Fernsehen. Gute Schauspieler, allen voran Richy Müller und Hary Prinz, wurden zu einem stimmigen Ensemble zusammengestellt. Bei deutsch-österreichischen Koproduktionen ist das nicht immer der Fall. Bleibt die Länge des Films: 125 Minuten, das mag manchem zu lang erscheinen, auch findet der Film in den letzten zehn Minuten spürbar nur schwer sein Ende. Prinzipiell aber stimmt die Länge. Prochaska lotet die Story in mehrere Richtungen aus, Perspektivwechsel inklusive. So wird verhindert, dass die Geschichte von Vermissung und Tätersuche auf die üblichen Krimi-Klischees zusammenschnurrt. Obwohl wir uns in Niederösterreich befinden, hat dieser Film etwas von der Dramaturgie und Düsternis der Schweden-Krimis. (Text-Stand: 31.8.2011)

      Prinz, Steinocher, Koschitz
      Foto: Sat 1 / Petro Domenigg

      Die Kommissare treiben Alexandras Freund in die Enge. Prinz, Steinocher, Koschitz

      Rainer Tittelbach arbeitet seit über 25 Jahren als TV-Kritiker & Medienjournalist. Er ist Grimme-Juror & FSF-Prüfer. Seit 2009 betreibt er tittelbach.tv. Mehr


      Sie können den fernsehfilm-beobachter unterstützen: Werden Sie Fan & Freund oder spenden Sie oder kaufen Sie bei amazon, indem Sie von hier, vom amazon-Button oder von jedem beliebigen DVD-Cover dorthin gelangen.


      „Die letzte Spur – Alexandra 17 Jahre“
      Sat 1 / Fernsehfilm / Krimi-Drama
      EA: 27.9.2011, 20.15 Uhr (Sat 1)
      Mit Richy Müller, Ann-Kathrin Kramer, Hary Prinz, Julia Koschitz, Erwin Steinhauer, Jonathan Dümcke, Coco Hümer und Emilia Schüle
      Drehbuch: Agnes Pluch, Andreas Prochaska
      Regie: Andreas Prochaska
      Kamera: David Slama; Schnitt: Daniel Prochaska
      Produktionsfirma: MR Filmproduktionsgesellschaft
      Quote: 3,06 Mio. Zuschauer (11,1% MA)


      Bewertung: 5,0 von 6



      Folgende Artikel könnten Sie interessieren

      • Der erste Tag (Fernsehfilm)
      • Ausgeliefert (Fernsehfilm)
      • Spuren des Bösen (Fernsehfilm)
      • In drei Tagen bist du tot! (Kino-Koproduktion)
      • Spuren des Bösen – Racheengel (Reihe)


      Drucken Senden Kommentieren Kommentare (1)


      Tittelbach.tv empfiehlt: Filme und Serien auf DVD

      DVD : Schwabenkinder DVD : Der Fall Gehring – Der Mörder ist unter uns DVD : Schwerkraft DVD : Arnies Welt

       

    • Startseite
    • > Programm <
      • > Fernsehfilm <
      • Reihe
      • Mehrteiler
      • Serie
      • Kino-Koproduktion
      • Interview
      • Porträt
      • Kurztipps
    • Exklusiv
      • Interview
      • Porträt
      • News
      • Analyse
      • Drehbericht
    • Bonusmaterial
      • Toplisten
      • Was andere schreiben
      • Web-Tipps
      • Soundtrack
      • DVD-Tipps
      • Dancing DJ Roger
    • Intern
      • Tittelbachs Welt
      • Fans & Freunde
      • Glossar
      • Mediadaten
      • Datenschutz
      • Kontakt
      • Gästebuch
      • Impressum
    • Spenden

      ... weil Qualität ihren Preis hat!

    • Ausblick: Top-Krimi

      • Richy Müller
        Foto: SWR
      • in den nächsten drei Wochen:

        1. "Tatort: Spiel auf Zeit" (26.5.)
        Foto: Richy Müller

        2. "Tatort: Er wird töten" (9.6.)

        3. "Vier Frauen und ein Todesfall" (ab 14.6.)

    • Ausblick: Top Drama

      • Confurius
        Foto: ZDF / Trebus
      • in den nächsten drei Wochen:

        1. "Die Frau von früher" (7.6.)

        2. "Sohnemänner" (28.5.).

        3. "Die Ausbildung" (30.5.)

        4. "Ameisen gehen ihren Weg" (3.6.). Foto: Henriette Confurius

    • Ausblick: Top light

      • Brambach
        Foto: ZDF
      • in den nächsten zwei Wochen:

        1. "Wie Tag und Nacht" (31.5.)

        2. "Nur eine Nacht" (1.7.)

        3. "Neue Adresse Paradies" (25.5.). Foto: Martin Brambach

        4. "24 Milchkühe und kein Mann" (24.5.)

    • Die Top-Filme 2013

      • Alicia von Rittberg
        Foto: ZDF / Maack
      •  

        • "Operation Zucker" (ARD/BR)
        • "Mobbing" (ARD/BR)
        • "Mord in Eberswalde" (ARD/WDR)
        • "Und alle haben geschwiegen" (ZDF)
          Foto: Alicia von Rittberg
        • "Unsere Mütter, unsere Väter" (ZDF)
        • "Verratene Freunde" (ARD/SWR)
        • "Bloch – Im Labyrinth" (ARD/WDR/SWR)
        • "Verbrechen – nach Ferdinand von Schirach" (ZDF)
        • "Tödliche Versuchung" (ZDF)
        • "Die Auslöschung" (ARD/SWR)
    • Bert-Donnepp-Preis

      • jetzt erst mal feiern!
      • Der renommierte Preis für Medienpublizistik, 1991 vom Verein der Freunde des Grimme-Preises gestiftet, wurde am 5.2. an tittelbach.tv in Marl verliehen.

        • Preis-Begründung
        • Laudatio von Vera Linß
        • Replik von Rainer Tittelbach
    • Die Top-Filme 2012

      • Pastewka
        Foto: ZDF
      •  

        • "Das unsichtbare Mädchen" (ZDF/Arte)
        • "Der letzte schöne Tag" (ARD/WDR)
        • "Tatort – Die Ballade von Cenk und Valerie" (ARD/NDR)
        • "Das Ende einer Nacht" (ZDF)
        • "Lösegeld" (ARD/WDR)
        • "Polizeiruf 110 – Schuld" (ARD/BR)
        • "Riskante Patienten" (ARD/WDR)
        • "Der Turm" (ARD/MDR)
        • "Auslandseinsatz" (ARD/WDR)
        • "Mutter muss weg" (ZDF)
          Foto: Bastian Pastewka
        • "Polizeiruf 110 – Fieber" (ARD/BR)
        • "Spuren des Bösen: Racheengel" (ZDF/Arte)
        • "Zappelphilipp" (ARD/BR)
    • Ausgefeiert!!!

      • Spenden für tittelbach.tv
      • Der Bert-Donnepp-Preis hat längerfristig so gut wie nichts an der finanziell prekären Lage von tittelbach.tv ändern können. Im Gegenteil: Die Spenden blieben aus; (Film-)Anzeigen werden zu zögerlich gebucht. Wie wär's im Wonnemonat mit einer Spende?

    • Kalender

    • Kaufen bei

      Kaufen bei
      und tittelbach.tv unterstützen

    • Top Premieren

      Highlights bis zum 30.05.2013
      1. „Tatort – Spiel auf Zeit“  (ARD, 26.05.)
      2. „Sohnemänner“  (ZDF, 28.05.)
      3. „Die Ausbildung“  (ARD, 30.05.)
      4. „Neue Adresse Paradies“  (ZDF neo, 25.05.)
      5. „24 Milchkühe und kein Mann“  (ARD, 24.05.)
    • Top Wiederholungen

      Highlights bis zum 23.05.2013
      1. „Mobbing“  (Eins Festival, 22.05.)
      2. „Nicht alle waren Mörder“  (SWR, 22.05.)
      3. „Verschollen am Kap“  (1. Teil, 3sat, 22.05.)
      4. „Tatort – Die Unmöglichkeit, sich den Tod vorzustellen“  (WDR, 23.05.)
      5. „Vier sind einer zuviel“  (NDR, 23.05.)
    • tittelbach.tv flattrn

    • Fans & Freunde

      • Freund & Fan
      • Liebe Leser, Normalzuschauer, Journalisten, Macher, Kreative... all jene, die in irgendeiner Weise von tittelbach.tv profitieren. Werden Sie Fan & Freund von tittelbach.tv. Für 25 € werden Sie namentlich erwähnt (oder auch nicht) & dazu gibt es einen Link!

    • Fernsehfilme 5/2013

      • Milberg
        Foto: NDR / von der Mehden
      • ALLE TOP-TV-Filme des Monats auf einen Blick. Ein guter Mai! Lisa Werlinder im "Tatort" Kiel. Der Monat der blonden Frauen? Erinnerungshilfe per Newsletter? Außerdem Tagestipps mit den wichtigsten Links auf Facebook

    • Facebook

    • ttv: meist gelesen

      • Jonas Nay
        Foto: NDR
      • Die Kritik zum Medien-Drama "Homevideo" (NDR/Arte) ist mit großem Abstand der meist gelesene Text auf tittelbach.tv. Foto: Jonas Nay. Die weiteren Klick-Highlights (Stand: 6.5.):
         

        •  2. "Das unsichtbare Mädchen" (ZDF/Arte)
        •  3. "Willkommen im Krieg" (Pro Sieben)
        •  4. "Es war einer von uns" (ZDF/Arte)
        •  5.  "Die Holzbaronin" (ZDF)
        •  6. "Der Duft von Holunder" (ARD)
        •  7. "Sie hat es verdient" (ARD)
        •  8. "Tödliche Versuchung" (ZDF)
        •  9. "Inklusion – gemeinsam anders" (ARD/BRalpha)
        • 10. "Nacht ohne Morgen" (ARD/WDR)
        • 11. "Die letzte Spur – Alexandra 17 Jahre" (Sat 1)
        • 12. "Ausgerechnet Sex" (Sat 1)
    • Folge uns über

      FacebookTwitterRss Feed
    • © 2013 Rainer Tittelbach