Weil die Kommissare nicht weiterkommen bei einem Mord an einem Oberarzt, gibt Schenk das Mädchen für alles und klinkt sich ein in den Alltag eines Krankenhauses. Das nutzen Autor Markus Busch und Regisseur Torsten C. Fischer, um einiges vom Kliniknotstand in diesen "Tatort" aus Köln einzubauen. Aber anders als gewohnt: beiläufig und dezent.
Foto: WDR / Willi WeberSchenk als Aushilfspfleger. Die "Heilerin" als Mörderin? Anna Maria Mühe und Bär
Weil die Kommissare nicht weiterkommen bei einem Mord an einem Oberarzt, gibt Freddy Schenk das Mädchen für alles und klinkt sich ein in den Alltag eines Krankenhauses. Das nutzen Autor Markus Busch und Regisseur Torsten C. Fischer, um einiges vom Kliniknotstand in den Film einzubauen. Das geschieht – anders als sonst bei den allzu politisch korrekten Kölnern – beiläufig und dezent. Nicht nur Schenk auch dem Zuschauer fällt recht bald jene krankhaft einsame Krankenschwester auf, die stellvertretend für ihre Todsterbenskranken beichtet und sich offenbar als Heilerin sieht. Sollte sie am Ende vielleicht die Mörderin sein? „Rabenherz“ verrät nie zu viel. Diesem „Tatort“ gelingt das Kunststück, ein spannender Krimi zu sein und parallel ein vielschichtiges Menschenbild zu zeichnen. Inszeniert ist der Film, passend zur undurchsichtigen, rätselhaften Hauptfigur (preiswürdig: Anna Maria Mühe), magisch vernebelt in gepflegter Mystery-Tonlage. Da vergeht selbst Frohnatur Schenk endlich einmal das Witzeln. (Text-Stand: 25.1.2009)
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