Münchner Geschichten
    • Serie „Münchner Geschichten“

      Werden Sie FAN & FREUND von tittelbach.tv - Infos per Klick WEISSENSEE - Staffel 2 U5 Filmproduktion präsentiert: "Rindvieh à la Carte" (ARD, 28.6.) Auf einen Blick: die Top-Fernsehfilm-Premieren im Juni 2013 Foto anklicken, bei amazon kaufen & tittelbach.tv unterstützen

      Werden Sie FAN & FREUND von tittelbach.tv - Infos per Klick

      Foto: Zieglerfilm

      WEISSENSEE - Staffel 2

      Zieglerfilm präsentiert die Ausnahme-Serie vorab auf DVD

      Foto: Degeto / SWR / Krieg

      U5 Filmproduktion präsentiert: "Rindvieh à la Carte" (ARD, 28.6.)

      Foto: RB / Jörg Landsberg

      Auf einen Blick: die Top-Fernsehfilm-Premieren im Juni 2013

      Foto anklicken, bei amazon kaufen & tittelbach.tv unterstützen

      BR, 05.01.2013, 22:40 Uhr - Wiederholung

      Halmer, Giehse, May, Dietl. Die kleinen Leute aus der Vorstadt & ihre Träume

      Rainer Tittelbach
      Karl Häusler, so um die 30, lebt noch bei seiner Großmutter – und lässt sich von ihr aushalten. Jobmäßig probiert der „dreiviertelreife“ Hallodri aus der Münchner Vorstadt alles, doch es klappt nichts. Was er behält: das sind seine Begeisterungsfähigkeit und – seine Freiheit! „Münchner Geschichten“ ist die erste Serie von Helmut Dietl. Eine Vorabendserie von 1974. Nur neun Folgen und doch bald ein Fernsehmythos! Aus heutiger Sicht: ein Fest der Gesichter, eine Zeitreise in die Vor-"Monaco-Franze"-Zeit, eine Mordsgaudi für Fans!

      Giehse & Halmer
      Foto: BR / Intertel Television

      Wetten, dass Tscharlie mal wieder a "Riesensach" am Laufen hat! Giehse & Halmer

      „Hoabn’s Abitur?“, fragt der Chef im Reisebüro. „Net so recht.“ Selbst für die Mittlere Reife hat es bei Tscharlie, dem Vorstadtstrizzi, nicht gereicht. Er spricht von „Dreiviertelreife“. Wie’s halt so ist bei einem, der nichts gelernt hat, aber begeisterungsfähig ist, sich nicht entmutigen lässt und endlich auch mal jemand sein will. Als Cowboy nach Sacramento zu reiten – das wäre das Größte für ihn. „Logisch!“ Dass daraus nichts wird, ja, dass nicht eine einzige „Riesensach“ von Dauer ist bei Tscharlie – auch das ist logisch. Denn jener Karl Häusler, so um die 30, lebt noch bei seiner Großmutter – und lässt sich von ihr aushalten. Er versucht sich als Reisebüromitarbeiter, als Musikagent, als Antiquitätenhändler, er verkauft Autos, übernimmt die Sanierungsmethoden der „Ausbeuter“, er entwickelt ein todsicheres System für Pferdewetten und eröffnet die ebenso „todsicher rentable“ Boutique „Tscharlies Tschiens“. Weil jeder Misserfolg Tscharlies zugleich auch Freiheit bedeutet, empfindet der Lebenskünstler aus München Lehel sein Scheitern aber nie wirklich als tragisch.

      Soundtrack Folge 1: Ike & Tina Turner („Nutbush City Limits“), Redbone („Wounded Knee“), Joe Cocker („High Time we went“)

      die Clique
      Foto: BR / Intertel Television

      Lächerlich! Der Vorstadt-Strizzi will für seinen neuen Job im Reisebüro auf seriös machen. Die Freunde lästern. May, Kleiner, Halmer, Vierock. Auschnitte auf YouTube

      „Münchner Geschichten“ ist die erste Serie von Helmut Dietl („Kir Royal“). Eine Vorabendserie über die kleinen Leute aus der Münchner Vorstadt und ihre Träume vom Glück. Für Günther Maria Halmer war diese Serie Segen und Fluch zugleich: sein Tscharlie machte den Schauspieler im Fernsehen der (nur!) zwei Vollprogramme rasch populär, dafür kam er nur schwer vom Rollen-Typus Hallodri los. Die Vorabendserie brachte es zwar nur auf eine Neun-Folgen-Staffel, doch diese wurde innerhalb von zehn Jahren fünf Mal wiederholt. Auch in den letzten Jahren konnte man die Serie immer mal wieder im BR sehen und ein Wiedersehen feiern mit legendären Schauspielern: der großen Therese Giehse in der zweiten Hauptrolle als eigenwilliger Großmutter, die das Leben zu nehmen weiß, und einzigartigen bayerischen Urgesteinen wie Hans Brenner, Ruth Drexel, Herbert Fux oder Gustl Bayrhammer. Für nostalgische Aha-Erlebnisse sorgen auch Zeitgeist-Gesichter wie Ingrid Steeger, Monika Lundi oder Towje W. Kleiner. Außer Halmer gehört nur noch Michaela May zu den noch lebenden Darstellern, die den Sprung ins Seniorenfach erfolgreich geschafft haben. Der Dialekt kommt wunderbar zum Einsatz. „Münchner Geschichten“ ist kein „Komödienstadel“, die Sprache, dieser Spiegel von Mensch und Milieu, funktioniert in der Serie ähnlich wie bei einem Besuch in München. Schön auch, wie die Politik jener Jahre, insbesondere der Altstadtsanierungsboom, der das Kleine-Leute-München nach und nach zerstört, sich beiläufig durch die meisten Geschichten zieht. Auch die Häuslers trifft der Modernisierungsschub: ade Fünf-Zimmer-Wohnung! Die Großmutter geht ins Altersheim und Tscharlie nimmt sich ein Ein-Zimmer-Appartement im angesagten Schwabing.     

      Halmer & Rupé
      Foto: BR / Intertel Television

      Dietls Tscharlie wirkt wie eine Vorstudie zum "Monaco Franze". Halmer und Rupé

      „Münchner Geschichten“ entstand 1974. Entsprechend muss man sich selbst als film-, fernseh- und zeitgeistinteressierter Zuschauer „einsehen“ in diese Serie mit ihrem episodischen, undramatischen, szenischen Erzählstil, der geprägt ist von relativ langen, totalen Einstellungen und einer am Realitätsgehalt der Situation orientierten, für heutige Verhältnisse wenig mitreißenden Filmsprache. Man spürt aber ohnehin recht schnell, dass der Charme dieser frühen Dietl-Serie aus den Charakteren kommt – insbesondere Halmers Tscharlie, der als Vorläufer vom „Monaco Franze“ zu sehen ist. Denn irgendwas geht immer, weiß er – und gibt seinem Spezl Gustl Nachhilfe im Frauen aufreißen. Am besten probiert man’s gleich am Vormittag: „Wenn die Männer bei der Arbeit sind, dann haben die Hausfrauen sozusagen ihre romantische Stunde… Da san s’ wie entfesselt.“ (Text-Stand: 4.7.2012)

      May & Obermayr
      Foto: BR / Intertel Television

      Michaela May & Karl Obermayr lachen in Schwarzweiß, die Serie aber ist in Farbe!

      Rainer Tittelbach arbeitet seit über 25 Jahren als TV-Kritiker & Medienjournalist. Er ist Grimme-Juror & FSF-Prüfer. Seit 2009 betreibt er tittelbach.tv. Mehr


      Sie können den fernsehfilm-beobachter unterstützen: Werden Sie Fan & Freund oder spenden Sie oder kaufen Sie bei amazon, indem Sie von hier, vom amazon-Button oder von jedem beliebigen DVD-Cover dorthin gelangen.


      „Münchner Geschichten“
      Bayerischer Rundfunk / Serie / Komödie
      EA: 26.11.1974 (ARD-Vorabend)
      Mit Günther Maria Halmer, Therese Giehse, Michaela May, Frithof Vierock, Karl Maria Schley, Towje W. Kleiner, Ruth Drexel und Karl Obermayr
      Drehbuch: Helmut Dietl, Franz Geiger, Bernd Schroeder
      Regie: Helmut Dietl, Herbert Vesely
      Episodenrollen: u.a. Herbert Fux, Katja Rupé, Walter Sedlmayr, Barbara Valentin, Ingrid Steeger, Hans Brenner
      Produktionsfirma: Bayerischer Rundfunk


      Bewertung: 5,0 von 6



      Folgende Artikel könnten Sie interessieren

      • Günther Maria Halmer bricht eine Lanze für Komödien: „Krimisituationen zu spielen ist doch viel einfacher“ (Interview)
      • München 7 (Serie)
      • Irgendwie und sowieso (Serie)
      • München 7 (Serie)


      Drucken Senden Kommentieren


      Tittelbach.tv empfiehlt: Filme und Serien auf DVD

      DVD : 66/67 Fairplay war gestern DVD : Schwerkraft DVD : Flemming – Staffel 1 DVD : Tatort – Im freien Fall

       

    • Startseite
    • > Programm <
      • Fernsehfilm
      • Reihe
      • Mehrteiler
      • > Serie <
      • Kino-Koproduktion
      • Interview
      • Porträt
      • Kurztipps
    • Exklusiv
      • Interview
      • Porträt
      • News
      • Analyse
      • Drehbericht
    • Bonusmaterial
      • Toplisten
      • Was andere schreiben
      • Web-Tipps
      • Soundtrack
      • DVD-Tipps
      • Dancing DJ Roger
    • Intern
      • Tittelbachs Welt
      • Fans & Freunde
      • Glossar
      • Mediadaten
      • Datenschutz
      • Kontakt
      • Gästebuch
      • Impressum
    • Spenden

      ... weil Qualität ihren Preis hat!

    • Ausblick: Top Drama

      • Schäfer
        Foto: BR
      • in der nächsten Woche:

        1. "Jasmin" (20.6.)

        2. "Die Vermissten" (25.6.)

    • Ausblick: Top light

      • Schneeberger
        Foto: ORF / MDR
      • in den nächsten zwei Wochen:

        1. "So wie du bist" (19.6.)
        Foto: Gisela Schneeberger

        2. "Eine ganz heiße Nummer" (3.7.)

        3. "Rindvieh à la Carte" (28.6.)

    • Ausblick: die Krimis

      • Neuhauer
        Foto: ORF
      • in den nächsten zwei Wochen:

        1. "Vier Frauen und ein Todesfall" (ab 14.6.). Foto: Neuhauser

        2. "Tod an der Ostsee" (28.6.). Eher eine Enttäuschung!

        3. "Tatort – Letzte Tage" (23.6.). Nicht richtig top!

    • Die Top-Filme 2013

      • Alicia von Rittberg
        Foto: ZDF / Maack
      •  

        • "Operation Zucker" (ARD/BR)
        • "Mobbing" (ARD/BR)
        • "Mord in Eberswalde" (ARD/WDR)
        • "Und alle haben geschwiegen" (ZDF)
          Foto: Alicia von Rittberg
        • "Unsere Mütter, unsere Väter" (ZDF)
        • "Verratene Freunde" (ARD/SWR)
        • "Bloch – Im Labyrinth" (ARD/WDR/SWR)
        • "Verbrechen – nach Ferdinand von Schirach" (ZDF)
        • "Tödliche Versuchung" (ZDF)
        • "Die Auslöschung" (ARD/SWR)
    • Bert-Donnepp-Preis

      • jetzt erst mal feiern!
      • Der renommierte Preis für Medienpublizistik, 1991 vom Verein der Freunde des Grimme-Preises gestiftet, wurde am 5.2. an tittelbach.tv in Marl verliehen.

        • Preis-Begründung
        • Laudatio von Vera Linß
        • Replik von Rainer Tittelbach
    • Kino-Klassiker

      • "The Big Easy"
      • Zwei Jahre sind genug! Ich bin es leid, mit meiner Arbeit die einfallslose Spielfilmpolitik von ARD & ZDF aufzuwerten. Da wird ein Repertore totgespult. Kaum Entdeckungen, kaum Raritäten, kaum vergessene Klassiker. "The Big Easy – Der große Leichtsinn" (BR, 16.6., 22.15 Uhr) mit Dennis Quaid

    • Die Top-Filme 2012

      • Pastewka
        Foto: ZDF
      •  

        • "Das unsichtbare Mädchen" (ZDF/Arte)
        • "Der letzte schöne Tag" (ARD/WDR)
        • "Tatort – Die Ballade von Cenk und Valerie" (ARD/NDR)
        • "Das Ende einer Nacht" (ZDF)
        • "Lösegeld" (ARD/WDR)
        • "Polizeiruf 110 – Schuld" (ARD/BR)
        • "Riskante Patienten" (ARD/WDR)
        • "Der Turm" (ARD/MDR)
        • "Auslandseinsatz" (ARD/WDR)
        • "Mutter muss weg" (ZDF)
          Foto: Bastian Pastewka
        • "Polizeiruf 110 – Fieber" (ARD/BR)
        • "Spuren des Bösen: Racheengel" (ZDF/Arte)
        • "Zappelphilipp" (ARD/BR)
    • tittelbach.tv-Dossier

      • tittelbach.tv-Dossier
      • Liebe Leser,

        tittelbach.tv zu unterstützen, lohnt sich aus mehreren Gründen. Es sichert den Fortbestand des fernsehfilm-beobachters und es bietet Ihnen jetzt auch einen Mehrwert. Als kleines Dankeschön erhalten Sie ein 27seitiges Dossier zu "60 Jahre deutsche Fernsehfiktion". mehr
                         Ihr Rainer Tittelbach

    • Kaufen bei

      Kaufen bei
      und tittelbach.tv unterstützen

    • tittelbach.tv flattrn

    • Kalender

    • Top Premieren

      Highlights bis zum 03.07.2013
      1. „Eine ganz heiße Nummer“  (ZDF, 03.07.)
      2. „Vier Frauen und ein Todesfall – Staffel 3“  (ARD, 28.06.)
      3. „Jasmin“  (ARD, 20.06.)
      4. „Rindvieh à la Carte“  (ARD, 28.06.)
      5. „Die Vermissten“  (ZDF, 25.06.)
    • Top Wiederholungen

      Highlights bis zum 21.06.2013
      1. „Am Ende kommen Touristen“  (ZDF-Kultur, 21.06.)
      2. „Tatort – Die Heilige“  (WDR, 20.06.)
      3. „Café Meineid“  (BR, 21.06.)
      4. „Devot“  (MDR, 21.06.)
      5. „Hilfe, die Familie kommt!“  (SWR, 20.06.)
    • Fernsehfilme 6/2013

      • Julia Brendler
        Foto: SWR
      • ALLE TOP-TV-Filme des Monats auf einen Blick. Für Juni nicht schlecht! Top-Debütfilme, Top-  Kino-Koproduktionen & starke Wiederholungen. Foto: Brendler. Erinnerungshilfe per Newsletter? Außerdem Tagestipps mit den wichtigsten Links auf Facebook

    • Wiederholungen

      • Möhring & Koschitz
        Foto: WDR / Weber
      • die Top-Zwölf im Juni:

        1. Dominik Grafs "Im Angesicht des Verbrechens"

        2. "Der letzte schöne Tag" mit Wotan Wilke Möhring (Foto)

        3. "Der Turm", Zweiteiler nach Uwe Tellkamps Roman

        4. "Der Tanz mit dem Teufel" mit Koch, Moretti, Waltz

        5. "Die Auslöschung" mit Klaus M. Brandauer & Gedeck

        6. Haders "Der Knochenmann"

        7. Stillers "Sie hat es verdient" mit Liv Lisa Fries

        8. Geschonnecks "Entführt"

        9. "Spreewaldkrimi: Die Tränen der Fische" von Thomas Kirchner

        10. Jutta Hoffmann in "Polizeiruf: Bei Klingelzeichen Mord"

        11. Król, Kunzendorf, Kraume, Kornatz: "Tatort: Es ist böse"

        12. Brambach im Komödien-Hit "Barfuß bis zum Hals"

        weitere Top-Wiederholungen

    • Facebook

    • ttv: meist gelesen

      • Jonas Nay
        Foto: NDR
      • Die Kritik zum Medien-Drama "Homevideo" (NDR/Arte) ist mit großem Abstand der meist gelesene Text auf tittelbach.tv. Foto: Jonas Nay. Die weiteren Klick-Highlights (Stand: 23.5.):
         

        •  2. "Das unsichtbare Mädchen" (ZDF/Arte)
        •  3. "Willkommen im Krieg" (Pro Sieben)
        •  4. "Es war einer von uns" (ZDF/Arte)
        •  5.  "Die Holzbaronin" (ZDF)
        •  6. "Tödliche Versuchung" (ZDF) 
        •  7. "Der Duft von Holunder" (ARD)
        •  8. "Sie hat es verdient" (ARD)
        •  9. "Inklusion – gemeinsam anders" (ARD/BRalpha)
        • 10. "Nacht ohne Morgen" (ARD/WDR)
        • 11. "Die letzte Spur – Alexandra 17 Jahre" (Sat 1)
        • 12. "Ausgerechnet Sex" (Sat 1)
    • Folge uns über

      FacebookTwitterRss Feed
    • © 2013 Rainer Tittelbach