Mogadischu
    • Fernsehfilm „Mogadischu“

      Foto anklicken, bei amazon kaufen & tittelbach.tv unterstützen noch mal zur Primetime auf 1Festival: "Mobbing" (18.5., 20.15 Uhr) Auf einen Blick: die Top-Fernsehfilm-Premieren im Mai 2013 WEISSENSEE - Staffel 2 "Mein Vater, seine Freunde & das ganz schnelle Geld" (Mediathek)

      Foto anklicken, bei amazon kaufen & tittelbach.tv unterstützen

      Foto: BR / Fischkoesen

      noch mal zur Primetime auf 1Festival: "Mobbing" (18.5., 20.15 Uhr)

      Foto: SWR / ORF / Domenigg

      Auf einen Blick: die Top-Fernsehfilm-Premieren im Mai 2013

      Foto: Zieglerfilm

      WEISSENSEE - Staffel 2

      Zieglerfilm präsentiert die Ausnahme-Serie vorab auf DVD

      Foto: ZDF / Hartmann

      "Mein Vater, seine Freunde & das ganz schnelle Geld" (Mediathek)

      collina Filmproduktion präsentiert einen Film von Max Färberböck & Ulrich Limmer

      3sat, 16.10.2012, 20:15 Uhr - Wiederholung

      Mehr als eine Fußnote der RAF-Geschichte: Das Ereignis spielt die Hauptrolle

      Rainer Tittelbach
      "Mogadischu" folgt einer der legendärsten Flugzeugentführungen. Dabei hält sich der Film von Roland Suso Richter weitgehend an die reale Dramaturgie, die sich Hollywood nicht spannender hätte ausdenken können. Autor Maurice Philip Rémy brach die komplexen politischen Ereignisse auf das Menschlich-Emotionale herunter. Hochspannungsdrama!

      Christian Berkel
      Foto: SWR / Degeto / Rabold

      Die Staatsräson geht vor. Christian Berkel als Bundeskanzler Helmut Schmidt

      Über zwei Millionen Zuschauer haben den Kinofilm „Der Baader Meinhof Komplex“ gesehen. Der Film, der ein breites Panorama des linksradikalen Terrorismus in der Bundesrepublik der 70er Jahre entwirft, erfährt nun im Fernsehen mit dem historischen Thriller „Mogadischu“ eine spannende Ergänzung. Bei dem atemlosen Parforce-Ritt durch die blutigsten Jahre der westdeutschen Nachkriegsgeschichte blieb die Entführung des Passagierflugzeuges „Landshut“ durch vier Palästinenser im Oktober 1977 nur eine Fußnote der RAF-Geschichte. Mit der Aktion sollten die in der Bundesrepublik inhaftierten Terroristen freigepresst werden.

      Wochen zuvor ist – ebenfalls mit dem Ziel, Baader, Meinhof & Co freizubekommen – bereits Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer von Mitgliedern der zweiten RAF-Generation entführt worden. Der jahrelange Konflikt zwischen Staat und Terroristen treibt seinem Höhepunkt entgegen. Kanzler Helmut Schmidt will nicht noch einmal – wie 1975 bei der Entführung des CDU-Politikers Peter Lorenz geschehen – dem Druck der Terroristen nachgeben. Der Staat dürfe sich nicht erpressen lassen. 13 Morde und 43 Mordversuche gehen auf das Konto der Häftlinge, die freigepresst werden sollen. Die Gewaltspirale müsse unterbrochen werden. So kam die Stunde von 30 Männern der GSG 9, einer Spezialeinheit des Bundesgrenzschutzes, die in der Nacht des 18. Oktobers 1977 die Lufthansa-Maschine stürmten und die 86 Geiseln aus der Gewalt der Terroristen befreiten. 105 Stunden schwebten die Passagiere und die Crew während ihrer Odyssee von Mallorca über Rom und Zypern nach Bahrein, Dubai, Aden bis ins somalische Mogadischu zwischen Leben und Tod.

      Kretschmann
      Foto: SWR / Degeto / Rabold

      Thomas Kretschmann spielt Jürgen Schumann als besonnenen Helden im Cockpit.

      Heinrich Breloer stellte in seinem Zweiteiler „Todesspiel“ über den deutschen Herbst 1977 schon einmal die Ereignisse um die „Landshut“ in den Mittelpunkt eines erfolgreichen Fernsehfilms. Warum also ein zweiter Film der ARD? „Weil es neue Fakten gibt, die ein anderes Licht auf die Geschehnisse von damals werfen“, betont Ko-Autorin Gabriela Sperl. Es gehe um die Neubewertung der Rolle des Lufthansa-Kapitäns, der mit dem Leben bezahlte, um seine Passagiere zu retten. Vor allem aber sei der Terror nicht nur als eine palästinensische Solidaritätsaktion zu verstehen gewesen, sondern gehöre zu „einer im Rahmen des Kalten Krieges geführten Destabilisierungskampagne“. Die Drahtzieher waren nicht nur bei arabischen Terrorgruppen zu suchen, sondern reichten bis zum KGB. „Die deutschen Terroristen waren nur Marionetten in einem vom Nahen Osten aus gelenkten Spiel.“

      Verschoben ist aber vor allem die Perspektive. Ging es Breloer um den Diskurs, um deutsche Politik und semidokumentarische Rekonstruktion, so hält sich „Mogadischu“ vor allem an die reale Dramaturgie, die sich Hollywood nicht spannender hätte ausdenken können. Autor Maurice Philip Rémy, verantwortlich auch für die Dokumentation zum Spielfilm, brach die komplexen politischen Ereignisse auf das Menschlich-Emotionale herunter. Er machte ein Suspense-Drama daraus, dessen Ausgang bekannt ist und das einen dennoch von der ersten bis zur letzten Minute packt. Nicht zuletzt, weil es der Blickwinkel der Opfer ist, mit dem der Zuschauer konfrontiert wird. Der Film peitscht einen durch die Schauplätze, die Montage macht Tempo und doch bleibt im Detail alles sehr präzise. Geschickt werden Ruhemomente gesetzt: der Bonner Krisenstab, die GSG 9 in den Startlöchern und immer wieder das stille Leiden des Helmut Schmidt (überragend: Christian Berkel). Die Bilder von Holly Fink wirken fast dokumentarisch, weil er den Nachrichten-Stil der 70er Jahre perfekt mit Handkamera kombiniert. Die fahrig-nervöse Kamera entspricht ganz der Gefühlslage der Nation. Authentisch ist auch die gezeigte Gewalt. „Die Darstellung der Brutalität, mit der die Entführer vorgegangen sind, ist ein notwendiges Mittel, jedoch nicht um des Effekts willen, sondern um die extremen Bedingungen nachvollziehbar zu machen“, sagt Produzent Nico Hofmann.

      Uhl
      Foto: SWR / Degeto / Rabold

      Nadja Uhl spielt die Flugbegleiterin Gabriele Dillmann als schönen Engel der Lüfte.

      „Mogadischu“ unterscheidet sich wohltuend von anderen „Event-Movies“. Zwar werden einem Nadja Uhl als tröstender Engel der Lüfte und Thomas Kretschmann als gleichmütiger Flugkapitän in Erinnerung bleiben, doch auch wenn sie den augenblicklichen Hunger nach Helden wunderbar leise bedienen – das Ereignis, dessen Ausgang der vom Terror gebeutelten Nation Auftrieb gab, spielt in diesem Film die Hauptrolle. (Text-Stand: 30.11.2008)

      Rainer Tittelbach arbeitet seit über 25 Jahren als TV-Kritiker & Medienjournalist. Er ist Grimme-Juror & FSF-Prüfer. Seit 2009 betreibt er tittelbach.tv. Mehr


      Sie können den fernsehfilm-beobachter unterstützen: Werden Sie Fan & Freund oder spenden Sie oder kaufen Sie bei amazon, indem Sie von hier, vom amazon-Button oder von jedem beliebigen DVD-Cover dorthin gelangen.


      „Mogadischu“
      SWR, BR, Degeto / Fernsehfilm / Politthriller
      EA: 30.11.2008, 20.15 Uhr (ARD)
      Mit Thomas Kretschmann, Nadja Uhl, Christian Berkel, Herbert Knaup, Jürgen Tarrach und Simon Verhoeven
      Drehbuch: Maurice Philip Rémy
      Regie: Roland Suso Richter
      Kamera: Holly Fink
      Produktionsfirma: TeamWorx, EOS Entertainment


      Bewertung: 5,5 von 6



      Folgende Artikel könnten Sie interessieren

      • Stauffenberg – 20. Juli 1944 (Fernsehfilm)
      • München 72 – Das Attentat (Fernsehfilm)
      • Vom Traum zum Terror – München 72 (Fernsehfilm)
      • Mogadischu (DVD-Tipp)


      Drucken Senden Kommentieren


      Tittelbach.tv empfiehlt: Filme und Serien auf DVD

      DVD : Arnies Welt DVD : Beste Gegend DVD : Marias letzte Reise DVD : Nachtschicht – Amok

       

    • Startseite
    • > Programm <
      • > Fernsehfilm <
      • Reihe
      • Mehrteiler
      • Serie
      • Kino-Koproduktion
      • Interview
      • Porträt
      • Kurztipps
    • Exklusiv
      • Interview
      • Porträt
      • News
      • Analyse
      • Drehbericht
    • Bonusmaterial
      • Toplisten
      • Was andere schreiben
      • Web-Tipps
      • Soundtrack
      • DVD-Tipps
      • Dancing DJ Roger
    • Intern
      • Tittelbachs Welt
      • Fans & Freunde
      • Glossar
      • Mediadaten
      • Datenschutz
      • Kontakt
      • Gästebuch
      • Impressum
    • Spenden

      ... weil Qualität ihren Preis hat!

    • Ausblick: Top-Krimi

      • Richy Müller
        Foto: SWR
      • in den nächsten drei Wochen:

        1. "Tatort: Spiel auf Zeit" (26.5.)
        Foto: Richy Müller

        2. "Tatort: Er wird töten" (9.6.)

        3. "Tatort: Unvergessen" (20.5.)

         

    • Ausblick: Top Drama

      • Confurius
        Foto: ZDF / Trebus
      • in den nächsten drei Wochen:

        1. "Sohnemänner" (28.5.).

        2. "Die Ausbildung" (30.5.)

        3. "Der Tote im Eis" (20.5.)

        4. "Ameisen gehen ihren Weg" (3.6.). Foto: Henriette Confurius

    • Ausblick: Top light

      • Brambach
        Foto: ZDF
      • in den nächsten zwei Wochen:

        1. "Wie Tag und Nacht" (31.5.)

        2. "Nur eine Nacht" (1.7.)

        3. "Neue Adresse Paradies" (25.5.). Foto: Martin Brambach

        4. "24 Milchkühe und kein Mann" (24.5.)

    • Die Top-Filme 2013

      • Alicia von Rittberg
        Foto: ZDF / Maack
      •  

        • "Operation Zucker" (ARD/BR)
        • "Mobbing" (ARD/BR)
        • "Mord in Eberswalde" (ARD/WDR)
        • "Und alle haben geschwiegen" (ZDF)
          Foto: Alicia von Rittberg
        • "Unsere Mütter, unsere Väter" (ZDF)
        • "Verratene Freunde" (ARD/SWR)
        • "Bloch – Im Labyrinth" (ARD/WDR/SWR)
        • "Verbrechen – nach Ferdinand von Schirach" (ZDF)
        • "Tödliche Versuchung" (ZDF)
        • "Die Auslöschung" (ARD/SWR)
    • Bert-Donnepp-Preis

      • jetzt erst mal feiern!
      • Der renommierte Preis für Medienpublizistik, 1991 vom Verein der Freunde des Grimme-Preises gestiftet, wurde am 5.2. an tittelbach.tv in Marl verliehen.

        • Preis-Begründung
        • Laudatio von Vera Linß
        • Replik von Rainer Tittelbach
    • Die Top-Filme 2012

      • Pastewka
        Foto: ZDF
      •  

        • "Das unsichtbare Mädchen" (ZDF/Arte)
        • "Der letzte schöne Tag" (ARD/WDR)
        • "Tatort – Die Ballade von Cenk und Valerie" (ARD/NDR)
        • "Das Ende einer Nacht" (ZDF)
        • "Lösegeld" (ARD/WDR)
        • "Polizeiruf 110 – Schuld" (ARD/BR)
        • "Riskante Patienten" (ARD/WDR)
        • "Der Turm" (ARD/MDR)
        • "Auslandseinsatz" (ARD/WDR)
        • "Mutter muss weg" (ZDF)
          Foto: Bastian Pastewka
        • "Polizeiruf 110 – Fieber" (ARD/BR)
        • "Spuren des Bösen: Racheengel" (ZDF/Arte)
        • "Zappelphilipp" (ARD/BR)
    • Ausgefeiert!!!

      • Spenden für tittelbach.tv
      • Der Bert-Donnepp-Preis hat längerfristig so gut wie nichts an der finanziell prekären Lage von tittelbach.tv ändern können. Im Gegenteil: Die Spenden blieben aus; (Film-)Anzeigen werden zu zögerlich gebucht. Wie wär's im Wonnemonat mit einer Spende?

    • Kalender

    • Kaufen bei

      Kaufen bei
      und tittelbach.tv unterstützen

    • Top Premieren

      Highlights bis zum 26.05.2013
      1. „Tatort – Spiel auf Zeit“  (ARD, 26.05.)
      2. „Tatort – Unvergessen“  (ARD, 20.05.)
      3. „Der Tote im Eis“  (ZDF, 20.05.)
      4. „Neue Adresse Paradies“  (ZDF neo, 25.05.)
      5. „24 Milchkühe und kein Mann“  (ARD, 24.05.)
    • Top Wiederholungen

      Highlights bis zum 19.05.2013
      1. „Löwengrube“  (BR, 19.05.)
      2. „Der Bibelcode“  (Sixx, 19.05.)
      3. „Napoleon“  (2. Teil, Servus TV, 19.05.)
      4. „Tornado – Der Zorn des Himmels“  (Sat 1 Gold, 19.05.)
      5. „Die Tore der Welt“  (1. Teil, Sat 1 Gold, 19.05.)
    • tittelbach.tv flattrn

    • Fans & Freunde

      • Freund & Fan
      • Liebe Leser, Normalzuschauer, Journalisten, Macher, Kreative... all jene, die in irgendeiner Weise von tittelbach.tv profitieren. Werden Sie Fan & Freund von tittelbach.tv. Für 25 € werden Sie namentlich erwähnt (oder auch nicht) & dazu gibt es einen Link!

    • Fernsehfilme 5/2013

      • Milberg
        Foto: NDR / von der Mehden
      • ALLE TOP-TV-Filme des Monats auf einen Blick. Ein guter Mai! Lisa Werlinder im "Tatort" Kiel. Der Monat der blonden Frauen? Erinnerungshilfe per Newsletter? Außerdem Tagestipps mit den wichtigsten Links auf Facebook

    • Facebook

    • ttv: meist gelesen

      • Jonas Nay
        Foto: NDR
      • Die Kritik zum Medien-Drama "Homevideo" (NDR/Arte) ist mit großem Abstand der meist gelesene Text auf tittelbach.tv. Foto: Jonas Nay. Die weiteren Klick-Highlights (Stand: 6.5.):
         

        •  2. "Das unsichtbare Mädchen" (ZDF/Arte)
        •  3. "Willkommen im Krieg" (Pro Sieben)
        •  4. "Es war einer von uns" (ZDF/Arte)
        •  5.  "Die Holzbaronin" (ZDF)
        •  6. "Der Duft von Holunder" (ARD)
        •  7. "Sie hat es verdient" (ARD)
        •  8. "Tödliche Versuchung" (ZDF)
        •  9. "Inklusion – gemeinsam anders" (ARD/BRalpha)
        • 10. "Nacht ohne Morgen" (ARD/WDR)
        • 11. "Die letzte Spur – Alexandra 17 Jahre" (Sat 1)
        • 12. "Ausgerechnet Sex" (Sat 1)
    • Folge uns über

      FacebookTwitterRss Feed
    • © 2013 Rainer Tittelbach