Foto: BR / Luis Zeno Kuhn Zwei Libyer, Bruder und Schwester, vorbildlich integriert, sind auf brutalste Weise ermordet worden. Der Ziehsohn des toten Mannes war am Tatort und ist untergetaucht. War er Zeuge des Blutbads? War er Täter? Oder hätte er das Opfer sein sollen? Ringelhahn und Voss gehören zu den menschlichsten Kommissaren im deutschen Fernsehen, sensibel & achtsam im Umgang miteinander. Im „Tatort – Ich töte niemand“ stoßen nun beide an ihre Grenzen – und die Kommissarin geht über sie hinaus. Wie soll man sich aber auch angemessen verhalten in einer Welt, die moralisch aus den Fugen geraten ist, wo universelle Werte wie Würde, Ehre & Anstand durch das Verhalten pervertiert werden, wo Bluttat mit Bluttat vergolten wird, wo den Kommissaren nur die Ohnmacht bleibt? Die Farbe Schwarz wird in diesem außerordentlich sinnlich fotografierten Film zur ästhetischen Metapher. Vom Leben als einem „rabenschwarzen Raum“ ist die Rede. Nach & nach kommt Licht ins Dunkel. Und wie immer bei Max Färberböck bekommt der Zuschauer die Möglichkeit, den Film selbst zu lesen.

















