Foto: SWR / diwafilm / schlicht.de Wenn das hehre Ziel Klimaschutz in Vertreibung und brutale Gewalt mündet: Die Familie Harrich, die auf investigative Fernsehfiktion spezialisiert ist, knöpft sich den umstrittenen Handel mit CO₂-Zertifikaten vor. In „Verschollen“ sucht ein Vater seinen in Brasilien verschwundenen Sohn, der die notwendigen Studien zur Zertifizierung eines Aufforstungsprojekts erstellen soll. Der geradlinig erzählte, packende Öko-Thriller spielt nicht im Amazonas-Regenwald, sondern in der weniger bekannten Cerrado-Savanne. Dank der dramaturgischen Klarheit, wirklichkeitsnahen Inszenierung, den teils grandiosen Bildern (Kamera: Walter Harrich) und der mit Axel Milberg top besetzten Hauptrolle gehört „Verschollen“ zu den besten Harrich-Filmen. Autor und Regisseur Daniel Harrich bezieht die Perspektive der von Vertreibung bedrohten indigenen Bevölkerung mit ein und verzichtet diesmal auch auf übermäßiges Pathos.


















