Foto: ZDF / Martin Valentin Menke „Merz gegen Merz“ (ZDF / MadeFor Film) geht in eine weitere Runde. Nach der Serie kommt nun ein 90-Minüter. Auch bei dem stimmt wieder alles. Der Rosenkrieg ist beendet, die Scheidung vollzogen. Doch der Wettstreit der Zankhähne geht weiter. Weil noch der Sohn, die Restfamilie und die Firma mit im Spiel sind, können sich Anne und Erik einfach nicht aus dem Weg gehen. Sogar eine Heirat steht an – mit einem Hochzeitsfest als krönender (Film-)Höhepunkt. Wiederholte Qualität macht im komischen Genre Laune. Alles klasse wie gehabt: die Schauspieler, die Dialoge reich an Subtexten & Situationskomik, der Wechsel zwischen feiner Ironie, cleverer Typisierung und ernsthaften Momenten. Wie schon in der Serie werden die Themen, die die Hauptcharaktere umtreiben, ernst genommen, allen voran die Demenz in ihrer ganzen tragikomischen Ambivalenz. Komödie sei schwierig, heißt es; bei Herbst, Frier, Husmann & Co sieht alles spielerisch leicht aus: „Hochzeiten“ ist eine Dramedy vom Feinsten – auch was die lockere, kameratechnisch kluge Inszenierung angeht.

















