Foto: NDR / Christine Schroeder So fulminant wie der „Polizeiruf 110“ aus Rostock 2010/11 begann und einen ungewohnt rauen, ruppigen und sehr physischen Erzähl- und Umgangsstil im ARD-Sonntagskrimi etablierte, so hat nun Eoin Moore dem Straßenköter Bukow einen ebenso fulminanten Abgang bereitet. Den Journalisten wurden vorab nur 73 der 88 Filmminuten präsentiert. Bis dahin steht „Keiner von uns“, dessen Filmtitel anspielt auf die Eingangs-Episode „Einer von uns“, in der guten Tradition der Reihe, die das stets Genrehafte – in den Geschichten wie in der formalen Gestaltung – mit einer guten Portion schmutzigem Realismus kurzschließt. Bukows Abgang korrespondiert sehr direkt mit der dritten Episode „Feindbild“ und mit jenem Subocek, der als eine Art Racheengel zurückkehrt. Es ist ein rüder Polizeifilm, der die fließenden Grenzen zwischen Bullen und Gangstern knallhart auslotet, ein Asphalt-Western, der sich nicht nur in seiner Ikonografie bei der christlichen Mythologie bedient. Ein packendes Finale für Bukow, das mit den unumstößlichen Sicherheiten eines klassischen Reihenkrimis brechen darf.


















