Foto: NDR / Fischerkoesen In den „Usedom-Krimis“ (NDR, Degeto / Razor, Polyphon) ging es zwar meist auch um eine Mördersuche, aber im Grunde waren die Filme von Anfang in erster Linie ein episches Familiendrama. Mindestens so bemerkenswert wie der weitgehende Verzicht auf typische und entsprechend abgenutzte Krimielemente ist die durchgehende Handschrift, obwohl die Regie regelmäßig wechselt. Auch den Austausch der zweiten weiblichen Hauptfigur neben Katrin Sass als Gattenmörderin hat die Reihe unbeschadet überstanden, zumal sich die dänische Kommissarin Ellen Norgaard als ausgesprochen belebendes Element entpuppte; umso bedauerlicher, dass ihre Darstellerin Rikke Lylloff in der neuen Trilogie bloß noch eine Nebenrolle spielt. Immerhin beantwortet der Auftakt, „Entführt“, endlich all’ jene Fragen, die sich seit ihrem Debüt in „Winterlicht“ (2019) durch die Geschichten ziehen. Die Bildgestaltung der drei neuen Filme der ARD-Reihe ist ohnehin wie stets formidabel.

















