Foto: SR / Manuela Meyer Die neuen „Tatort“-Kommissare des Saarländischen Rundfunks sind keine Charaktere, die der Zuschauer sofort in sein Herz schließen wird – und sie sind jung: Vladimir Burlakov und Daniel Sträßer, die ihre Sache gut machen, sind Jahrgang 1987. „Das fleißige Lieschen“ (ProSaar) thematisiert dies klugerweise indirekt, indem Autor Hölzemann einen greisen Unternehmer, dessen Geisteshaltung knietief im Urschlamm des Dritten Reichs verwurzelt ist, zum Gegenspieler macht. Gut auch, den beiden nicht nur eine gewichtige Backstory zu verpassen, sondern sie auch in einem mit eindrucksvollen Rückblenden vermittelten B-Plot explizit zu erzählen. Vergleicht man den Einstand von Burlakov & Sträßer mit dem von Maximilian Brückner & Gregor Weber oder mit dem von Devid Striesow, so hat der SR dazugelernt… Ist dieser fast durchweg gut gespielte und von Christian Theede grundsolide inszenierte Krimi auch nicht frei von Klischees, so lässt er einen doch nicht unberührt.


















