Foto: RBB / Rudolf Wernicke Mit dem „Polizeiruf 110 – Hildes Erbe“ (Eikon Media) gibt ein neues Ermittler-Duo seinen Einstand in Frankfurt an der Oder. Das Zusammenspiel des erfahrenen Adam Raczek mit dem frisch von der Berliner Polizeischule angereisten Vincent Ross nimmt fast ebenso viel Raum ein wie der eigentliche Fall. Der dreht sich um Erbstreitigkeiten vorm eigentlichen Ableben von Oma Hilde. Viel Milieu, wenig Spannung, aber zwei Ermittler, die mit sich und der Welt noch einiges zu klären haben. Eingeschworene Kriminalisten sollten sich, wie bei neuen Teams oft der Fall, in Geduld üben. Wen der frische Blick auf psychologische Hintergründe von Verbrechen interessiert, der findet in Vincent Ross einen neuen Freund. Eoin Moore, der den „Polizeiruf“-Rostock maßgeblich mitgeprägt hat, setzt auch in Frankfurt auf einen rauen, physischen Realismus aus kaputten Beziehungen und abgerockten Locations, angereichert mit einem dissonanten Score zwischen Ethno-Jazz und großer Oper. Und für das Duo ist dieser erste gemeinsame Fall ein vielversprechender Anfang: Nach kleinen Irritationen Raczeks bezüglich der Männlichkeit des schönen Jünglings pflegen die beiden schnell einen scheinbar entspannten Umgang miteinander. Wenn da nur nicht Raczeks Pillensucht wäre.


















