Foto: MDR / Stefan Erhard Mit 150 km/h fährt ein nächtlicher Raser eine junge Frau tot, mitten in der Stadt. War es einer von „Le Magdeburg“, einer Gruppe von Männern, die nachts illegale Auto-Rennen austragen? Oder einer, der es bewusst auf diese junge Frau abgesehen hat? Der „Polizeiruf 110 – Crash“ (filmpool fiction) behandelt einen Fall, der nicht typisch ist für eine Mordkommission, der sich aber sehr gut eignet für einen Krimi mit deutlicher Drama-Färbung. Außerdem passen die illegalen, sehr telegenen Auto-Rennen zur Tonlage der meist düsteren Krimis aus Magdeburg, in denen es ja schon öfter um Süchte ging, die den Menschen das Leben erträglicher machen. Auch die Ermittler raufen sich endlich zusammen, wodurch sich auch das Potenzial von Michelsen und Matschke weniger verspielt als zuletzt. Dramaturgisch schlägt der Film einen ungewöhnlichen Weg ein, der überraschend gut funktioniert: Lange Zeit weiß der Zuschauer weniger als die Kommissare, umso besser versteht er die Ereignisse der verhängnisvollen Nacht am Ende. Gut geschrieben, inszeniert, gespielt, knackig die Dialoge: runde Sache

















