Foto: BR / Marco Nagel Der Münchner „Tatort – One Way Ticket“ begibt sich ein Stück weit aus der süddeutschen Komfortzone. Der Film erzählt davon, wie die Globalisierung die Kriminalität beflügelt – und das von Deutschland aus! Rentner als Kuriere – das Hauptmotiv des Films von Autor-Regisseur Rupert Henning steht für den Zuschauer bald fest, die Kommissare brauchen da schon länger und am Ende löst sich der internationale Verbrechensfall mit einem eher überflüssigen Stasi-Exkurs quasi wie von selbst. Der fertige Film hält nicht, was das Produktions-Knowhow (Kenia-Dreh), was seine alternative Dramaturgie und was die Geschichte versprechen. Der langjährige Nur-Drehbuchautor Rupert Henning verlässt sich zu sehr auf die Schauspieler und ihren Text. Das macht den Handlungsfluss etwas zäh und den Film nicht nur gelegentlich schwermütig, sondern auch schwerblütig.


















