Foto: ZDF / Susanne Bernhard Ein Kuss ist das Normalste der Welt, wenn sich zwei Menschen mögen. Bei „Tonio & Julia“ (Studio.TV.Film), den Namensgebern der ZDF-Reihe, liegt der Fall anders: Toni ist katholischer Pfarrer. Die vier neuen Episoden starten mit Beziehungsgeplänkel zwischen den beiden Hauptfiguren und und einem ungaren Problemmix aus einem Unfall & vielen unguten Gefühlen. Die Reihe steigert sich mit „Wenn einer geht“ und „Ein neues Leben“ allerdings beträchtlich. Hier ist es eine Depression, dort der Tod, der das Leben verändert. Ungesunde Interaktionsmuster werden plausibel gemacht, und die Heldin stellt in der Paarberatung stets erhellende Fragen. Diese Julia ist überhaupt das Herzstück dieser Reihe – auch, weil Oona Devi Liebich alles mitbringt, was eine zeitgemäße Variante des Mutter-Teresa-Genres braucht. Maximilian Grill und sein wankelmütiger Gottesmann haben da einen schwereren Stand. Auch wenn die filmische Umsetzung absolut solide ist und der Erzählfluss stimmt – ästhetisch wie thematisch (was die katholische Kirche angeht) wäre da noch mehr drin‘.


















