Foto: ZDF / Sandra Hoever Sechs Frauen suchen an der Nordsee Ruhe und neue Perspektiven. Nur eine von ihnen hat offenbar nicht aus gesundheitlichen, sondern rein berufsbezogenen Gründen in der Kurklinik eingecheckt. „Alles ist schwer, bevor es leicht wird“ – Diese Affirmation, die den Frauen während ihres Psycho-Coachings weiterhilft, hat sich auch die Dramaturgie des gut inszenierten ZDF-Fernsehfilms „Fast perfekte Frauen“ (Network Movie) zunutze gemacht. Erst gehen die Sechs freundlich auf Distanz, schließlich finden sie zueinander, machen wichtige Gruppenerfahrungen. Silke Bodenbender ist das Gesicht des Films, weil sie die narrativ dichteste Figur spielt und weil sie die Spannung zwischen äußerer Fassade und innerer Verunsicherung am markantesten zum Ausdruck bringt. Aber auch die anderen Schauspielerinnen beleben die – nur auf den ersten Blick – etwas stereotyp geratene Typenschau. Indem der Film (fast) völlig auf Männer verzichtet, verfolgt er konsequent das, was die Geschichte einfordert: das Recht der Frauen, sich um sich selbst zu kümmern, ja, die Verantwortung für das eigene Wohlbefinden.

















