Foto: NDR / Marc Meyerbröker Eine Ministerin, die ihrem Bruder eine Organspende gekauft hat: Ein abgehalfterter Journalist wittert die große Story. Doch Widersprüche tun sich auf. Wollte hier vielleicht jemand die Politikerin nur diskreditieren? „Die vierte Gewalt“ klinkt sich ein in die Medien-Rituale und Automatismen der Berliner Machtzentren. Wer „nur“ einen spannenden Politthriller im Journalisten-Milieu sehen möchte, der kommt voll & ganz auf seine Kosten. Alles vom Feinsten: ein präzises, gut recherchiertes Buch, ein Top-Ensemble, eine Regisseurin, die wunderbar zwischen Tempo und magischen Momenten zu vermitteln weiß. Doch der Film bietet mehr – besonders für Insider. Er reflektiert nebenbei auch den Ist-Zustand der deutschen Presse. Kann diese in Zeiten der Online-Krise ihren Auftrag für die Demokratie noch erfüllen? Will sie es überhaupt? Was wird aus den (investigativen) Journalisten, die auf der Straße stehen? Und wo bleibt bei so viel materiellem Druck die Unabhängigkeit?


















