Foto: BR / Hagen Keller Auf offener Straße, mitten in München wird ein Mann von einem Unbekannten brutal niedergestochen. Ein Mord ohne Motiv. Eine Tat ohne Täter-Opfer-Beziehung. Der „Tatort – Die Wahrheit“ zeigt eine ungewöhnliche Seite des Ermittelns: die dauerhafte Frust-Erfahrung. Ob Ermittler, ob Hinterbliebene: alle leiden an diesem perfiden Fall. Ausgerechnet eine Geste der Nächstenliebe wird mit dem Tod bestraft… Auch dramaturgisch und filmästhetisch ist dieses Krimi-Drama mit seinem Höchstmaß an Klarheit & Konzentration nahezu perfekt. Kamera und Szenenbild sind eine Offenbarung, die Dialoge sind jeglicher Banalität befreit. Ein Stück weit übernehmen philosophische Sentenzen die Kommunikation: eine schöne Idee für einen Film, der sich der problematischen Wahrheitssuche verpflichtet hat. Fall 73 ist der schwerste Fall für Batic/Leitmayr. „Tatort“ München bleibt gut für Überraschungen!

















