Foto: RBB / Maor Waisburd Eine Mordermittlung führt Kommissar Raczek nach Cottbus. Im ersten Post-Maria-Simon-Fall des Brandenburger „Polizeiruf 110“ ermittelt der Kommissar mit einer ehemaligen Kollegin. Die Rollen sind klar verteilt: Sie geht pragmatisch vor und blendet aus, was der Aufklärung nicht dient. Er verlässt sich auf sein Gefühl, auch weil er ihr trauen kann. Die Mischung aus aktueller Mordermittlung und dem durch sie heraufbeschworenen Schuld-und-Sühne-Drama verzichtet auf raffinierte Wendungen und baut klug auf die Geschichte hinter dem Fall. Das verspricht nicht viel Spannung, ist aber ein Fall, der dem deutsch-polnischen Kommissariat in Frankfurt/Oder gutsteht. Dror Zahavis „Hermann“ (RBB / Eikon Media) zeichnet eine Momentaufnahme aus dem Osten der Gegenwart, erinnert an Verbrechen und Versäumnisse in der Vergangenheit und macht deutlich, was das eine mit dem anderen zu tun hat.


















