Foto: Degeto / Kerstin Stelter Kritiker sprechen vom „Mutter Teresa“-Genre. Das klingt zynisch, hat aber einen wahren Kern: Die Heldinnen der verschiedenen Helferreihen bei ARD und ZDF sind auf dem besten Weg zur Seligsprechung. Umso erfrischender, dass in diese Phalanx nun ein Mann eindringt, der kein Heiliger sein will. Das größere Alleinstellungsmerkmal ist jedoch sein Beruf: Toni, jederzeit glaubwürdig und sympathisch von Leonhard Reisinger verkörpert, ist Entbindungs-Pfleger. Und noch eins unterscheidet „Toni, männlich, Hebamme“ (Degeto / Bavaria Fiction) von Reihen wie „Die Eifelpraxis“ (ARD) oder „Lena Lorenz“ (ZDF). Selbst wenn der Geburtenhelfer das eine oder andere Drama erlebt: Der Tonfall der beiden Filme ist deutlich leichter. Dafür sorgt schon allein Tonis Beziehungsstatus als Mann zwischen zwei Frauen: Seine Ex will die Scheidung – seine neue Chefin ist der Grund für die Trennung.



















