Foto: SWR / Benoît Linder „Zerrissen“ (SWR) ist ein Jugenddrama über einen 13-Jährigen, der nach einem Raubüberfall seiner Cousins zwischen die Fronten gerät. Dieser eher stille „Tatort“ ist präzise erzählt und gut gespielt, aber weder so originell noch so fesselnd wie die sonstigen Krimis aus Stuttgart. Ein Glücksgriff war allerdings die Wahl von Louis Guillaume als Episodenhauptdarsteller: Es gelingt ihm nahezu perfekt, seine Rolle in der Schwebe zu halten, zumal er David nicht als zornigen Teenager, sondern sehr zurückhaltend verkörpert. Ähnlich sehenswert ist Caroline Cousin als Sozialarbeiterin, die dem Jungen helfen will, den unheilvollen Einfluss seiner Familie hinter sich zu lassen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Sehr wirkungsvoll ist auch die Idee, dass David regelmäßig Visionen seines verstorbenen älteren Bruders hat, was ihn noch verletzlicher wirken lässt.





















