Foto: MDR / Steffen Junghans Die Party einer Abi-Klasse wird zum Desaster: ein Toter, ein Vermisster. Beruf oder Liebe? Das ist die Frage für Karin Gorniak in Karin Hanczewskis Abschied vom Dresdener „Tatort“. Die Kommissarin scheint endlich den Richtigen gefunden zu haben. Tragischerweise war aber auch die Tochter ihres Freundes auf der unseligen Party. Und so stehen alle in „Herz der Dunkelheit“ (MDR / MadeFor) ein bisschen neben sich. Da ist der Kater nach der Party, das Grummeln im Bauch, nachdem die Schmetterlinge ausgeflogen sind. Dieser leicht benebelte Zustand hinterlässt auch filmisch seine Spuren. Die Narration ist filmästhetisch wie dramaturgisch souverän entwickelt: getragen, molltongefärbt, trotzdem flüssig erzählt. Und hinter des Krimirätsels Lösung steht ein Sinn-Bild für den Kommunikationsstil der heutigen Jugend.


















