Foto: WDR / Thomas Kost Die Differenzen zwischen den Ermittlern sind seit jeher typisch für den „Tatort“ Köln. Auch in „Mitgehangen“ (WDR / Bavaria Fiction) gehen die beiden ihre eigenen Wege. Autor Rotter & Regisseur Sebastian Ko bedienen dieses Interaktionsmuster sehr viel diffiziler als üblich, und Ballaufs Sinnkrise besitzt ungewohnte Tiefe, ja, sie trifft den existentiellen Kern der Polizeiarbeit. Die Geschichte einer Familie, für deren materielles Wohlergehen der Vater einen hohen Preis bezahlt, weiß auch film(ästhet)isch zu bestechen. Ins Auge fallen vor allem die Farbdramaturgie und eine oft schroffe Montage, die das Raue, die unkonventionelle visuelle Lösung bevorzugt. Dazu sehr passend: der eigenwillige Score. Das vielleicht Nachhaltigste aber ist, wie Rotters Plot und Kos Besetzung Erwartungen der Zuschauer wecken, um sie ohne großes Bohai zu unterlaufen. Ein leiser Meta-Krimi, ein Kölner „Tatort“-Highlight!





















