Foto: NDR / Meyerbroeker Mit einer heiklen Polizeiaktion beginnt Niki Steins „Tatort – Macht der Familie“ (NDR / Cinecentrum). Mit Hilfe eines verdeckten Ermittlers soll einem russischen Waffenhändler das Handwerk gelegt werden. Die Aktion scheitert verhängnisvoll. Die minutiös ausgespielte „Zugriffs“-Sequenz ist ein packender Einstieg, der auch dem Flow des Films guttut. Wenig später gibt auch noch eine russische Kamikaze-Polizistin als Episodenhauptfigur das leise Versprechen, dass dieser Krimi mit einem Hauch „Killing Eve“ weitergehen könnte. Trotz interessanter politischer Implikationen, prachtvoller Locations, einem stimmigen Cast, mit russischen Kriminellen mal ohne kahl rasierte Schädel, dafür mit viel Hochkultur im Kopf, trotz eines knalligen Finales mit Heckenschützen & Treibjagd hält dieser „Tatort“ nicht, was die ersten 20 Minuten versprechen. Besonders im Mittelteil läuft die kleinteilige Geschichte nicht rund. Das dürfte auch mit dem Drehen unter Pandemiebedingungen zu tun haben.





















