Foto: BR / Oberon / Alfons Kowatsch „Seit du da bist“ gelingt etwas, was es im deutschen Fernsehfilm gar nicht und im Kino immer seltener gibt: ein Film, der wie seine Hauptfigur liebevoll vor sich hin mäandert, trotzdem ganz bei sich ist & eine seltsame Magie entwickelt. Als ob sich der Alltagskomik-Strukturalist Jacques Tati und der Beziehungsrealist Eric Rohmer in Wien verabredet hätten… Der Film erzählt von Spielarten der Liebe, von den Spielarten der Kunst, von Musik und Malerei und ihrer Beziehung zum Geld. Er erzählt – wenn man so will – auch von Spielarten des Zusammenseins, der Freundschaft zwischen Erwachsenen und Kindern, von einem guten „Vater“ und einem weniger guten. Michael Hofmann zeigt, lässt reden, die Bilder laufen, er erzählt im besten Kino-Sinne. Das ist mal ironisch, unheimlich komisch, mal melancholisch, traurig, aber stets lebensbejahend – und die Schauspieler sind allesamt zum Niederknien.

















