Foto: Degeto / Frank Dicks Kümmern färbt ab. Jetzt hat es auch „Herrn Kurtz“ erwischt: Kur(t)zerhand hat er ein kleines Mädchen bei sich und Anna aufgenommen, ohne Polizei oder Jugendamt zu verständigen. Das ist eine von mehreren launigen „Kümmerer“-Episoden im fünften Streich von „Anna und ihr Untermieter“ (Degeto / Calypso Entertainment). Wieder mischt sich die resolute Rentnerin, Mutter und Großmutter ein, hilft und gewährt Obdach, womit „Volles Haus“ erklärt wäre, und eine Hochzeit gibt es auch noch. Dass die Weisheit des Alters und die soziale Ader der 68er-Generation die Perspektive der Geschichten vorgibt, bleibt ein sympathischer Zug der Reihe, die in die Fußstapfen der ausgestorbenen Familienserie tritt. Der Tonlagen-Mix aus moderat ernsthaften, leicht ironischen, betulich augenzwinkernden und gefühligen Momenten unterhält wieder bestens. Besonders gut kommt Annas Familien-Aufstellung mit Wohnungsutensilien.


















