Foto: NDR / UFA Den Fall der 2008 mutmaßlich in der Nordsee ertrunkenen Gorch-Fock-Kadettin Jenny Böken rollt die ARD mit einem Spielfilm und einer Dokumentation auf. In „Tod einer Kadettin“ will die eindrucksvoll von Maria Dragus gespielte Lilly Borchert trotz gesundheitlicher Probleme unbedingt die Marine-Ausbildung durchstehen, stürzt aber bei einer Nachtwache von Bord des Segelschulschiffs. Das Autoren-Duo Hannah und Raymond Ley behauptet nicht, die Wahrheit zu kennen und bietet vier mögliche Szenarien an. Die Mord-Theorie dramaturgisch in den Vordergrund zu rücken, ist jedoch fragwürdig und rein spekulativ. Ausführlich und lebendig ist die Marine-Ausbildung inszeniert, auch die Gruppendynamik unter den männlichen und weiblichen Kadetten wird zumeist differenziert geschildert. „Tod einer Kadettin“ ist das (Marine-)kritische Protokoll einer Tragödie ohne falsche Seefahrer-Romantik.





















