Foto: Degeto / Bernd Schuller Die bloße Tatsache, dass ein Unterhaltungsfilm einen Menschen mit psychischem Handicap als Hauptfigur wählt, ist noch kein ausreichender Hinweis dafür, dass den Machern das „Thema“ am Herzen liegt. Dem positiven Effekt der Sensibilisierung für Menschen, die mit Syndromen, Störungen & Stigmatisierung zu kämpfen haben, steht immer auch ein möglicher medialer Missbrauch gegenüber. Bei „Verliebt in Valerie“ (Wiedemann & Berg) muss man keine diesbezüglichen Befürchtungen haben. Man hat hier weder den Eindruck, das Asperger-Syndrom werde ausgestellt, noch fasse man die männliche Hauptfigur – politisch korrekt – mit Samthandschuhen an. Autor Altmeyer lässt sich auf viele Facetten der beiläufig erzählten Geschichte ein. Auch visuell ist diese Dramödie ein Lichtblick am Dramödien-Himmel, und Claudia Garde hat mit Sebastian Zimmler & Mina Tander ein stimmiges Duo gefunden.


















