Foto: WDR / Degeto / Nik Konietzny Eine Frau floh bis ans Ende der Welt vor ihrem Peiniger. Sie lebt unter neuer Identität in einer Einrichtung für Trauma-Patienten im nordschwedischen Niemandsland. Doch der Mann, der sie jahrelang gestalkt und beinahe umgebracht hätte, ist auf dem Weg zu ihr. Nach „Flucht in die Karpaten“ (2016) und „Blutiger Tango“ (2019) geht es im dritten Film der „Zielfahnder“-Reihe nun auf „Polarjagd“ (WDR, Degeto / W&B Television). Ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Täter, Opfer und Zielfahndern, bei dem die Weitläufigkeit Schwedens und der nordische Winter atmosphärisch eine Hauptrolle spielen. Es ist faszinierend zu sehen, wie es Dagmar Gabler (Buch) und Sebastian Ko (Regie) gelingt, aus einem wohlbekannten Genre-Muster und dem Verzicht auf Dauerhochspannung einen Nordic-Noir-Western mit Home-Invasion- und Thriller-Drama-Momenten zu machen, der 88 Minuten lang fesselt. Reduktion und Konzentration sind einmal mehr der dramaturgische Königsweg. Erzählerisch dicht, filmisch nah an der Perfektion, der Score, stimmungsvoll & hochkomplex und ein Schauspieler-Trio für höchste Drama-Ansprüche.




















