Foto: ZDF / Manju Sawhney Der zweite Film aus der „Wendland“-Reihe mit Ulrich Noethen als in die Provinz versetzter Hamburger Kommissar mit literarischer Neigung erzählt ein Familiendrama, dessen Wurzeln in der DDR liegen. Da Regisseur Bruno Grass komplett auf Nervenkitzel verzichtet, lebt die entspannte Inszenierung fast ausschließlich vom Ensemble, aus dem die beiden Hauptdarsteller herausragen: Christoph Bach spielt seine Rolle als stummer Obdachloser praktisch nur mit den Augen, und Noethen genügt mitunter eine bestimmte Kopfhaltung, um mehr zu sagen als andere mit ganzen Sätzen. Dass sich der Kommissar zur großen Empörung seiner Kollegin (Bettina Burchard ersetzt Paula Kalenberg) gelegentlich reichlich ruppig benimmt, hat dem Feingeist Noethen vermutlich mindestens ebenso viel Freude bereitet wie seine Dialoge: Stiller sagt nicht viel, aber dann…





















