Foto: Degeto / Torsten Jander Clara (Julia Koschitz) und Ulf (Heino Ferch), beide frisch verwitwet, haben ein ähnliches Problem: Sie können ihre Lebenspartner nicht standesamtlich für tot erklären lassen. Die zwei kommen sich näher, erst mal nicht sexuell, dafür in der Hoffnung, dass geteiltes Leid halbes Leid sei. Das aber erweist sich als Irrtum. Die Situation wird immer verrückter… „Wer einmal stirbt dem glaubt man nicht“ (Degeto / Letterbox) ist eine erwachsene Beziehungskomödie, die mit einer vordergründig wild geplotteten Geschichte punktet, die aber zugleich auch mit anschlussfähigen Interaktionsmustern die Handlung bereichert. Was sich da Komödien-Experte Uli Brée („Vorstadtweiber“) ausgedacht hat, sprengt den Rahmen einer romantischen Komödie. So werden beispielsweise die Möglichkeiten des Scheiterns einer Liebesbeziehung auf kluge Weise in den B-Plot eingeschrieben, denn das neue Paar, bestehend aus den untoten Ex-Partnern der Helden, ist offenbar wieder in dieselbe Konstellation gerutscht. Und auch die beiden Hauptcharaktere sind nicht fehlerfrei. Dass allerdings die patente Clara offenbar bei ihrem eitlen Gegenüber nur die guten Seiten weckt, lässt hoffen auf eine gleichberechtigte Beziehung in der von Dirk Kummer flüssig & elegant inszenierten Degeto-Produktion.

















