Foto: RBB / Oliver Feist Es ist eine tragische Ironie des Schicksals, dass Olga Lenski, die unlängst den Dienst quittiert hat und ihren Resturlaub abbummelt, ausgerechnet durch eine Rückholaktion in ihren schwierigsten Fall gerät. Die Kommissarin wird von einer jungen Mutter, die völlig unberechenbar ist und nichts mehr zu verlieren hat, als Geisel genommen. Bei einer solchen Episodenhauptfigur, noch dazu in Maria Simons letztem Einsatz sind im „Polizeiruf 110 – Monstermutter“ (RBB / Eikon Media) Überraschungen jeder Art denkbar. Dafür spricht auch der Umstand, dass den Journalisten die letzten zwölf Minuten des Films bei der Preview vorenthalten worden sind. Bis dahin ist bereits abzusehen, dass der RBB-Reihenableger mit diesem realistisch anmutenden Thriller-Drama-Roadmovie von Christian Bach seinen krönenden, hochspannenden Abschluss gefunden hat. Ein stimmiger, würdiger Abgang für diese eigenwillige, nie eigensinnige, konzentrierte, hochprofessionelle Kommissarin, die mit Kind, ohne Mann und ohne Befindlichkeitsschmus zehn Jahre uneitel ihren Job machte.


















