Foto: ZDF / ORF / Petro Domenigg Mit „Fenster-zum Hof“-Referenzen, elaborierter Bildsprache und einem sich über mehrere Episoden erstreckenden Sub-Plot, der wie eine latente tödliche Bedrohung über der traurigen Existenz der Hauptfigur zu schweben scheint, gelingt es Regisseur Andreas Prochaska und Autor Martin Ambrosch mit „Sehnsucht“ (ORF/ZDF – Aichholzer Filmproduktion) die stets hohe Qualität ihrer österreichisch-deutschen Krimidrama-Reihe „Spuren des Bösen“ noch zu überbieten. Das Prinzip der Reduktion wird von der Handlung, der Sprache und dem Spiel ausgeweitet auf die Räume, auf die Blicke und Perspektiven. Zu Beginn sitzt der Zuschauer mit dem kaputten Helden in dessen Käfig: Brocks letzter Einsatz für die Wiener Polizei hätte ihm beinah das Leben gekostet. Er sitzt im Rollstuhl, kifft, säuft und beobachtet zwanghaft seine Nachbarn – bis ein Mord passiert und ihn zwei Erweckungserlebnisse aus seiner Depression holen. Autor Martin Ambrosch hat mit Hilfe einer moderat konsekutiven Narration einen guten Weg gefunden, um diese Ausnahme-Reihe mit ihrer episodischen Erzählstruktur noch attraktiver zu machen. Man darf auf die neunte Episode besonders gespannt sein.





















