Foto: WDR / Frank Dicks Eine dysfunktionale Familiendynastie, ein klassischer Wodunit, ein Fall, bei dem es um gut gehütete Familiengeheimnisse geht. Es lässt nur wenig darauf schließen, dass „Die Erfindung des Rades“ (WDR / Molina Film), in dem die Geschichte des Fahrrads eine amüsante Rolle spielt, den Krimi neu erfindet. Und doch gelingt es Autor Thorsten Wettcke und Regisseur Till Franzen, dem 48. „Tatort“ aus Münster etwas Unverwechselbares und Erinnerungswürdiges mit auf den steinigen Ermittlungsweg zu geben. Stilsichere Schwarzweiß-Rückblenden ins blutige Jahr 1882, verspielte, komödiantische Details, Film-im-Film-Momente, mehr systemische Ironie statt vordergründige Spässken. Und im Team herrscht ungewohnte Einmütigkeit, auch mal ganz schön. Und der Plot? Der ist verzwickt, verwickelt, vergangenheitsorientiert. Auch für den Abschied von Klemm/Großmann haben sich die Macher eine hübsche Geschichte ausgedacht.


















