Foto: HR / Bettina Müller „Die Ferien des Monsieur Murot“ (Hessischer Rundfunk) ist kein gewöhnlicher und vor allem kein realistisch anmutender Ermittlungskrimi, sondern ein existentielles Gedankenspiel mit Mord, etwas Romantik und einem Murot-Doppelgänger. Ohne Vorwarnung wird aus dem überzeugten Junggesellen ein Ehemann, der sich ohne jede Übung in einer Beziehung wiederfindet, die die Hölle ist. Die Hölle ist aber auch das gutbürgerliche Umfeld, in dem der LKA-Mann undercover ermittelt. Der neue Murot-„Tatort“ besticht durch seine nuancierten Tonlagenwechsel. Dabei ist es einmal mehr die von Ulrich Tukur so charismatisch und vielschichtig gespielte Hauptfigur, die das einfallsreiche Scenario mit seiner absurden Prämisse und den wilden Wendungen zusammenhält. Das Ganze ist munter, grotesk und sehr abwechslungsreich; sein filmhistorisches Versprechen löst der Film allerdings nicht ein.


















