TV-Premieren im August
und von den Wiederholungen nur das Beste
16.08.2026
20:15
3sat
Reihe
Thomas Kirchner, Torsten C. Fischer & die Wahrnehmung als Mittel der Erkenntnis
„Eine tödliche Legende“ überträgt das Krimi-Genre in die Sphären von Mythen, Märchen und Legenden. Die Suche nach dem Mörder wird im vierten ZDF-„Spreewaldkrimi“ zu einer Suche nach Geschichten, nach DDR-Realität, nach Biographie, nach archaischem Brauchtum. Ein tiefes Verständnis von Geschichtlichkeit prägt den Film. Bei Autor Kirchner schreibt sich die Vergangenheit umfassend in die Gegenwart ein, verbunden zu einem – auch filmästhetisch – magischen Ganzen. Starke Schauspieler, seltsame Wesen, ein Film aus einem Guss.
16.08.2026
21:45
3sat
Reihe
Redl, Wiesnekker, Kirchner, Wessel. MärchenLandschaft – magisch verschachtelt
„Mörderische Hitze“, der sechste und bislang beste ZDF-„Spreewaldkrimi“, rekonstruiert nicht nur einen Mord, sondern erzählt auch von einer Liebe, die lange den „Verhältnissen“ standhält, bevor sie sich von der Realität geschlagen geben muss. Ein bisschen sieht „Mörderische Hitze“ aus wie ein Wiedergänger des italienischen Neorealismus’: der Mensch in der Landschaft, das Soziale als Triebkraft der Seele. Doch Kai Wessels Film nach dem stimmungsvoll strukturierten Buch von Thomas Kirchner erzählt heutig: mit einer bizarren Montage, cooler amerikanischer Bildsprache & der Mythologie einer Zauberlandschaft.
17.08.2026
11:20
HR
Fernsehfilm
Steve Windolf, Stephan Luca, Valerie Niehaus. Ein Wirrkopf kommt selten allein
Zwei Brüder teilen sich seit Jahren eine Frau – oder anders ausgedrückt: eine Frau hat zwei Männer, einen für die Ehe, einen fürs Bett. Der verheiratete Bruder weiß von nichts, hat bald aber auch eine Affäre, mit der Frau, wegen der sein Bruderherz seine Affäre beendet hat… „Drunter & Brüder“ ist ganz dem Lust-Prinzip verpflichtet. Motto: Sich treiben lassen durch absurde Szenen und abstruse Situationen, die mehr mit dem Genre als mit dem realen Leben zu tun haben. Der Irrwitz regiert. Tempo ist das Herzstück von Handlung und Dialog. Selten wurde der Screwball-Touch Hollywoods in die Fernseh(beziehungs)filmtradition stimmiger übersetzt. Top-Besetzung, kultverdächtige Beziehungsratschläge, ein Riesenspaß!
17.08.2026
13:00
SWR
Fernsehfilm
Benno Fürmann & Ulrike C. Tscharre. Ist das einfache Leben der neue Luxus?
Einen Mann auf der Überholspur des Lebens trägt es sprichwörtlich aus der Kurve. Aus dem Workaholic aus Leidenschaft wird ein Familienmensch, der sich Jungsträume erfüllt und der seine Familie gern vor vollendete Tatsachen stellt. „Weniger ist mehr“ erzählt vom „sozialen Abstieg“, der von den Protagonisten immer weniger als solcher wahrgenommen wird. Obgleich der Film mit dem familiären Konflikt das sozial relevante, mit Ängsten und Konflikten behaftete Thema abfedert, ermöglicht er ein Happy End ohne Bauchschmerzen. Top-Besetzung, gutes Tempo, alltagsnahe Dialoge, großartiger Independent-Soundtrack!
17.08.2026
20:15
ARD
Kinofilm
TV-Premiere
Christoph Maria Herbst, Bennett, Zehrfeld, Rogenhagen, Ngo The Chau. Menschen, die an Büchern schnuppern
„Der Buchspazierer“ (ARD / Wüste) ist eine überaus berührende Verfilmung des gleichnamigen Romans von Carsten Sebastian Henn mit Christoph Maria Herbst als Mitarbeiter einer Kleinstadtbuchhandlung, der seine Kundschaft persönlich mit jeweils passender Lektüre versorgt. Der Mann wirkt mit sich im Reinen, ist im Grunde jedoch einsam. Das ändert sich, als ihn eines Tages ein naseweises neunjähriges Mädchen auf seinen Touren begleitet. Nach und nach zeigt sich, dass dieser wunderschöne Familienfilm nur vordergründig eine Geschichte über eine wundervolle Freundschaft erzählt; in Wirklichkeit geht es um die Bewältigung von Trauer. Ngo The Chau (Kamera und Regie) hat die Handlung in ein zauberhaftes Licht getaucht.
17.08.2026
22:15
rbb
Reihe
Schönemann, Lohse, Reents, Schmidt/Holle. Trilogie eines angekündigten Todes
Acht Mal waren Tierarzt Hauke Jacobs, seine Assistentin Jule Christiansen & Dorfpolizistin Lona Vogt ein unschlagbares Team und begeisterten von Jahr zu Jahr ein größeres Publikum. Mit trockenem Witz, kluger Genre-Ironie und mit skurrilen bis lakonisch bösen Nebenfiguren emanzipierten sich die Geschichten von „Nord bei Nordwest“ (Degeto / Aspekt Telefilm) zunehmend vom gefälligen Provinzkrimi und dem anfangs auf fremdländische Schauwerte setzenden Donnerstagskrimi. Jetzt gibt es einen Einschnitt. Henny Reents steigt aus der Reihe aus, für sie sind es die letzten drei Filme. Die Autoren Holger Karsten Schmidt und Niels Holle haben alle drei Episoden in eine sehr emotionale Grundstimmung getaucht. Dieser Abgang auf Raten bestimmt in narrativer wie ästhetischer Hinsicht die neuen Episoden der NDR/Degeto-Koproduktion. So ist aus einer Notlage, dem Ausstieg einer Hauptdarstellerin, der bisherige Höhepunkt der Reihe geworden. Eine Trilogie des Todes, die sich Zeit nimmt für Lona Vogts Abschied und daraus für die Geschichte den größtmöglichen Nutzen zieht.
17.08.2026
23:59
HR
Fernsehfilm
Steve Windolf, Stephan Luca, Valerie Niehaus. Ein Wirrkopf kommt selten allein
Zwei Brüder teilen sich seit Jahren eine Frau – oder anders ausgedrückt: eine Frau hat zwei Männer, einen für die Ehe, einen fürs Bett. Der verheiratete Bruder weiß von nichts, hat bald aber auch eine Affäre, mit der Frau, wegen der sein Bruderherz seine Affäre beendet hat… „Drunter & Brüder“ ist ganz dem Lust-Prinzip verpflichtet. Motto: Sich treiben lassen durch absurde Szenen und abstruse Situationen, die mehr mit dem Genre als mit dem realen Leben zu tun haben. Der Irrwitz regiert. Tempo ist das Herzstück von Handlung und Dialog. Selten wurde der Screwball-Touch Hollywoods in die Fernseh(beziehungs)filmtradition stimmiger übersetzt. Top-Besetzung, kultverdächtige Beziehungsratschläge, ein Riesenspaß!
18.08.2026
Wie ein Trickfilm, nur in echt: Die aberwitzige, äußerst originelle, famos gespielte, immer wieder überraschende und namhaft besetzte vierteilige tragikomische ZDF-Serie „Das Manko (Razor Film) handelt von einigen Angestellten, die eigentlich aussortiert werden sollen, aufgrund eines Missverständnisses aber in einer Fortbildung landen. Was die wie eine Schafherde inszenierte Gruppe nun erlebt, führt sie buchstäblich durch Himmel und Hölle. Der Humor erinnert an Monty Python, kommt jedoch weitgehend ohne Worte aus und erfreut stattdessen durch eine Vielzahl auch körpersprachlich perfekt umgesetzter clownesker Kleinodien, ohne je plump oder albern zu werden.
18.08.2026
00:15
ARD
Kinofilm
Christoph Maria Herbst, Bennett, Zehrfeld, Rogenhagen, Ngo The Chau. Menschen, die an Büchern schnuppern
„Der Buchspazierer“ (ARD / Wüste) ist eine überaus berührende Verfilmung des gleichnamigen Romans von Carsten Sebastian Henn mit Christoph Maria Herbst als Mitarbeiter einer Kleinstadtbuchhandlung, der seine Kundschaft persönlich mit jeweils passender Lektüre versorgt. Der Mann wirkt mit sich im Reinen, ist im Grunde jedoch einsam. Das ändert sich, als ihn eines Tages ein naseweises neunjähriges Mädchen auf seinen Touren begleitet. Nach und nach zeigt sich, dass dieser wunderschöne Familienfilm nur vordergründig eine Geschichte über eine wundervolle Freundschaft erzählt; in Wirklichkeit geht es um die Bewältigung von Trauer. Ngo The Chau (Kamera und Regie) hat die Handlung in ein zauberhaftes Licht getaucht.
18.08.2026
11:20
HR
Fernsehfilm
Christiane Hörbiger, Broich, Näter, Baxmeyer. Ausflug in eine unschöne Parallelwelt
Dieser Alptraum ist real: eine Frau, die ihr Leben 75 Jahre lang im Griff gehabt hat, plötzlich obdachlos, verschuldet, verzweifelt, ganz unten. In dem ARD-Fernsehfilm „Auf der Straße“ verkörpert ausgerechnet Christiane Hörbiger, bei vielen noch als Grande Dame in den Köpfen, jene Frau, die in die soziale Abwärtsspirale gerät. Nach Alkoholismus, Alzheimer und Altersarmut/Toleranz bleibt die Österreicherin dem Themenfilm treu. Mag die Realität auch komplexer sein und bevorzugt der moderne Film andere Realismuskonzepte, so hat doch eine solche Geschichte in einer solchen eher altmodischen Dramaturgie nach wie vor ihre Berechtigung. Die älteren Zuschauer werden es der ARD und Hörbiger danken.
Vergangene Ausstrahlungen im August
11.08.2026
01:25
ZDFneo
Serie & Mehrteiler
Tom Schilling, Helin, Becht, Schüttauf, Kling, Oliver Hirschbiegel. Deutschland 74
Tom Schilling spielt einen jungen DDR-Agenten, der 1974 in West-Berlin als Romeo eingesetzt wird, der also weibliche Geheimnisträgerinnen verführen und als Spione anwerben soll. Dass sich die Altherren-Theorien über weibliche Sexualität hier als durchweg erfolgreich erweisen, ist trotz des smarten Hauptdarstellers ein Problem. „Der gleiche Himmel“ ist aber mehr als ein erotischer Agententhriller, zugleich ein Familiendrama und ein historisches Zeitbild vor allem des Lebens in der DDR. Aufwändig inszeniert und ausgestattet, aber auch unübersichtlich und weniger packend als ähnliche Event-Stoffe („Deutschland 83“, „Ku’damm 56“, „Weißensee“). Das abrupte, unvollständige Ende erfordert eigentlich eine Serien-Fortsetzung.
11.08.2026
02:00
ZDF
Serie & Mehrteiler
Confurius, Lauterbach, Loos, Gedeck, Zertz, Dierbach. Die Sechziger in Little Berlin
Im geteilten Tannbach spiegelt sich die deutsch-deutsche Großwetterlage im Kleinen. Der Kalte Krieg tobt, Stasi & BND sind hyperaktiv, die geheime Aufrüstung hinterlässt überall ihre Spuren. Ideologie setzt sich in den Köpfen fest – auch im Alltag, in den Beziehungen, in den Familien. Kommunisten-Paranoia hüben, Revanchisten-Hatz drüben. Keine guten Zeiten für die Liebe. Nach kleinen Anlaufschwierigkeiten kommt „Tannbach II – Schicksal eines Dorfes“ (ZDF / Gabriela Sperl Produktion für Wiedemann & Berg Television) gut in Gang, entwickelt einen weiten Erzählhorizont mit viel Personal, dem man gern folgt. Denn alle Figuren, so ambivalent sie auch sind, wecken historisches Interesse, die neuen Rollen sorgen für frischen Wind und die Performance der Schauspieler ist kraftvoll, den Sixties gemäß, und das Ensemble agiert in einer Tonlage. Es steckt neben Betonkopfpolitik auch etwas Zeitgeist der Sixties in diesem dramaturgisch dichten Dreiteiler, der mit seiner geheimen Kriegsführung etwas schwerer zugänglich sein mag als der Vorgänger; seine Recherche-Leistung, geschichtliche Relevanz und filmische Qualitäten aber mindestens ebenso groß sind.
11.08.2026
20:15
BR
Serie & Mehrteiler
Fitz, Fischer, Zaglmann-Willinger. Alltagsserie aus dem Haidhausener Hinterhof
Nach 25 Jahren Ehe lässt sie sich Martha Haslbeck endlich scheiden. Was nicht viel daran ändert, dass ihr alle, der Ex, die Tochter, die Nachbarn, am Rockzipfel hängen. So wie Martha Haslbeck der Mittelpunkt dieses Haidhausener Mikrokosmos’ ist, so ist Veronika Fitz das Gesicht dieser Grimme-Preis-gekrönten Serie. Ihre verständnisvolle Duldermiene und ihre weggeredeten Verletzungen auf den Stimmbändern sind unvergesslich. Aber auch Helmut Fischer mit seiner humorigen Variation seines „Monaco Franze“ bietet im besten Sinne deutsche Serien-Unterhaltung – und das in den 80ern, in denen der Glamour regierte.
11.08.2026
20:15
3sat
Reihe
Max Simonischek, Vetter, Maiwald, Schneider. Das Schicksal liebt die Furchtlosen
Die Krimis mit Max Simonischek als dunklem Ritter gehören handwerklich ohnehin zum Besten, was der deutsche TV-Krimi zu bieten hat, aber mit der sechsten Episode haben Regisseur Michael Schneider sowie seine treuen Wegbegleiter Andreas Zickgraf (Kamera), Jörg Kroschel (Schnitt) und Dirk Leupolz (Musik) die ZDF-Reihe zum bisherigen Höhepunkt geführt. Auch die Geschichte entspricht diesem Niveau. „Laim und die schlafenden Hunde“ (Network Movie) inszeniert den vermögenden Münchener Kommissar als Wanderer zwischen den Welten: hier die glitzernde Hightech-Atmosphäre künftiger Start-up-Millionäre, dort die bittere Armut der Obachlosigkeit. Nach einer Reihe von Todesfällen führt die Spur ausgerechnet zu einer Kindheitheitsfreundin (Adina Vetter) Laims, die gestrauchelten Menschen im riesigen Anwesen ihrer Familie eine zweite Chance gibt.
11.08.2026
22:00
NDR
Reihe
Einstand nach Maß für den neuen Stuttgarter „Tatort“ mit Richy Müller und Felix Klare
Richy Müller, Felix Klare & Co treten kein allzu schweres Erbe an. Umso überraschender sind die Frische und die Power, mit der das neue Stuttgart-Team gleich von Beginn an zu Werke geht. Und das liegt nicht nur an zwei starken Schauspielern, sondern auch am Konzept, das biografische Fragen nur anreißt und die beiden Neuen in ihren ersten Fall katapultiert.
11.08.2026
23:30
NDR
Reihe
Richy Müller, Felix Klare, Carolina Vera: in Stuttgart überzeugt vor allem das Team
Noch siezen sich die Kommissare Lannert und Bootz. Ihre Zusammenarbeit ist von Distanz, aber auch Respekt geprägt. Das muss keine schlechte Basis sein. Der zweite Fall der beiden Stuttgarter Kripo-Männer zeigt, dass zu viel Nähe zwischen Kollegen auch Probleme mit sich bringen kann. Ein Polizeieinsatz endet in einem Blutbad. Drei Drogenfahnder dringen in ein Hotelzimmer ein, in dem sie einen Drogenhändler dingfest machen wollen.
10.08.2026
00:40
ZDF
Serie & Mehrteiler
Confurius, Lauterbach, Loos, Gedeck, Zertz, Dierbach. Die Sechziger in Little Berlin
Im geteilten Tannbach spiegelt sich die deutsch-deutsche Großwetterlage im Kleinen. Der Kalte Krieg tobt, Stasi & BND sind hyperaktiv, die geheime Aufrüstung hinterlässt überall ihre Spuren. Ideologie setzt sich in den Köpfen fest – auch im Alltag, in den Beziehungen, in den Familien. Kommunisten-Paranoia hüben, Revanchisten-Hatz drüben. Keine guten Zeiten für die Liebe. Nach kleinen Anlaufschwierigkeiten kommt „Tannbach II – Schicksal eines Dorfes“ (ZDF / Gabriela Sperl Produktion für Wiedemann & Berg Television) gut in Gang, entwickelt einen weiten Erzählhorizont mit viel Personal, dem man gern folgt. Denn alle Figuren, so ambivalent sie auch sind, wecken historisches Interesse, die neuen Rollen sorgen für frischen Wind und die Performance der Schauspieler ist kraftvoll, den Sixties gemäß, und das Ensemble agiert in einer Tonlage. Es steckt neben Betonkopfpolitik auch etwas Zeitgeist der Sixties in diesem dramaturgisch dichten Dreiteiler, der mit seiner geheimen Kriegsführung etwas schwerer zugänglich sein mag als der Vorgänger; seine Recherche-Leistung, geschichtliche Relevanz und filmische Qualitäten aber mindestens ebenso groß sind.
10.08.2026
01:20
BR
Reihe
Hinrichs, Manzel, Martens, Lange, Krummenmacher. Der Kommissar erinnert sich
Mord und Melancholie in der Oberpfalz: In der „Tatort“-Episode „Hochamt für Toni“ (BR / X-Filme Creative Pool) sind das Vorleben von Kommissar Felix Voss (Fabian Hinrichs) und ein Kriminalfall im ländlichen Umfeld miteinander verbunden. Die persönliche, emotionale Dimension bei diesem Ausflug des Franken-Teams überzeugt, die Krimi-Konstruktion um eine streng patriarchale Unternehmer-Familie ist mitunter schwer nachvollziehbar. Die Besetzung der Reihen-Hauptrollen mit Hinrichs und Dagmar Manzel erweist sich jedoch wieder als erstklassig.
10.08.2026
20:15
ZDF
Fernsehfilm
TV-Premiere
Koschitz, Hobmeier, Kempter, Brückner, Lorenz, Spinell. „Veränderung ist was Großartiges“
Sieben Freunde wollen ein entspanntes Wochenende in den Bergen verbringen. Doch in dem Chalet hat sich ein junges polyamores Trio eingenistet, das keine Anstalten macht, das Feld zu räumen. Die drei Störenfriede provozieren die Gruppe zunächst mit ihrer politischen Agenda; Eigentum und Besitz halten sie für obsolet. Die Ausnahmesituation lässt die Fassaden der Freunde bröckeln. Jahrelang hat man sich nicht die Wahrheit gesagt. „Nix ist fix“ (ZDF / Roxy Film, WHee-Film) ist allerdings weniger pschologisches Beziehungsdrama als vielmehr eine Gesellschaftstragikomödie, die ein paar Diskurse der Zeit herunterbricht auf das Leben ganz normaler Menschen, die ihre Ruhe haben wollen. Der Film von Dominique Lorenz (Buch) und Natalie Spinell (Regie) ist ein Gedankenexperiment. Trotz einer gewissen Thesenhaftigkeit bleibt dieser Generationen- und Geschlechterkampf bis zum Ende spannend. Mal sehen, ob die Fernsehzuschauer sich auf diese clevere, top besetzte Provokation einlassen werden.
10.08.2026
22:00
HR
Reihe
Król, Kunzendorf, Kraume, Edward Berger. Kein Happy End für Conny Mey & Steier
Ein Mordfall in Jugend-Gefängnis, der Abgang der Kollegin und eine private Schuld bringen Kommissar Steier an die Grenzen seiner Belastbarkeit. „Wer das Schweigen bricht“, der letzte von fünf „Tatort“-Episoden mit Joachim Król und Nina Kunzendorf, ist ein menschlich spannender, konzentriert erzählter Whodunit, der nie aussieht wie eine klassische Mörder-Suche. Die Situationen sind klar, die Szenen präzise inszeniert und gespielt, die emotionalen Zwischentöne stimmen. Exzellent die Licht- und Farbdramaturgie, gut das Sounddesign.
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Foto: RTL / Mitch Stöhring Feministischer Racheengel: Marie Bloching in der preisgekrönten RTL-Serie „Angemessen Angry“. MeToo-Geschichte im Genre-Gewand!
Foto: NDR / Oliver Feist Ein Serien-Highlight im Dezember 2024: „Finsteres Herz – Die Toten von Marnow 2“ (ARD) mit Petra Schmidt-Schaller & Sascha Geršak
Foto: ZDF / Frank Dicks Sogar im ZDF sind jetzt die Vampire los. Mehr als ein stilvolles Horror-Teenie-Drama: „Love sucks“ mit Damian Hardung & Havana Joy
Foto: ZDF / Stefanie Leo Eine Weihnachtswunder-Komödie: witzig, märchenhaft schön, clever konzipiert & originell. Kalenberg, Malton & Amft in „Zitronenherzen“
















