Die TV-Highlights ab November
01.11.2026
20:15
ZDF
Reihe
TV-Premiere
Kalupa, Preuß, Grill, Borchardt, Zeh, Üner, Rost, Rössler, Haase, Thies. ES IST KOMPLIZIERT!
Dr. Moritz Neiss, dem Arzt, der selbst einen Arzt und dazu noch einen Psychotherapeuten nötig hat, ist die Reihen-Figur, der das ZDF beim linearen TV wie beim Streaming aktuell am meisten zutraut. Dieses Jahr gibt es gleich sechs Episoden auf einen Rutsch (am 25. September im Stream, ab 11. Oktober wöchentlich auf dem „Herzkino“-Termin). Nach der Auftaktepisode, der bislang besten, rollt privat einiges wieder rückwärts. Wieder vernachlässigt der Meister-Doc seine Landarztpraxis, und wieder muss Charlie seine Ausfälle & Eigenarten ausbügeln. Was in anderen Reihen oder Serien langweilt, stört in „Dr. Nice“ (ZDF / Dreamtool Entertainment) weniger: weil hier sehr viel stimmiger Alltag erzählt wird. Und wiederkehrende Lebensthemen, Ängste, Nicht-Loslassen-Können, Rückfälle gehören nun mal zum Leben … Voraussetzung für das Gelingen sind Charaktere aus Fleisch und Blut, denen man ihre Emotionen, ihren Schmerz, ihre Verdrängungen, ihre Lebenslust abnimmt. Simon X. Rost und Elke Rössler, die Regisseure und Regisseurinnen inklusive aller Gewerke und dem festen Ensemble, dem Herzstück der Reihe, haben über die Jahre einen glaubwürdigen Mikrokosmos geschaffen, in den einzutauchen Freunden guter, leichter Unterhaltung immer wieder Spaß machen dürfte. Was die Variation der Dramaturgie der medizinischen Fälle angeht, hat die Reihe allerdings noch Luft nach oben.
03.11.2026
21:45
ZDFneo
Serie & Mehrteiler
TV-Premiere
Kempter, Samadi, El Harrouk, Hrdina, Herrmann, Leonard Fuchs. Hintersinniges Schmunzeln statt Kracher-Lacher
Gearbeitet wird wenig im Bürgeramt Berlin-Tiergarten-Mitte-West. Die meisten der sechs Kolleginnen und der zwei männlichen Beamten sind am liebsten mit sich selbst beschäftigt und haben hinlänglich damit zu tun, ihr Versagen ins rechte Licht zu rücken. Nachdem „Stromberg“ den ersten Schritt gegangen ist weg von der traditionellen Pointen-Comedy, die noch mit der gängigen Dialogwitz-komm-raus-Methode gearbeitet hat, macht „Nine to Five – Das Amt“ (ZDF / Pyjama Pictures) da weiter, wo „Jerks“ und vor allem „Die Discounter“ aufgehört haben. Die Workplace-Mockumentary erzählt auf den ersten Blick von einem Bürgeramt, das auch schon ohne „Bürger“ chaotisch genug ist. Geschmunzelt wird vor allem über die absurden Situationen, die amüsant dysfunktionalen Interaktionen genauso wie über das Behördensystem. Mit Hilfe der Impro-Methode entsteht eine Art narrative Textur, die mehr ist als eine Ansammlung von Charaktertypen und die genregemäß viel mit Tempo – sprich: Timing – zu tun hat, also mit der Montage. Dramaturgisch besonders gelungen ist das amüsante Pingpong bei den diversen Konfliktlösungen. Die gut besetzte Serie entwickelt ihren besonderen Reiz erst auf Strecke.
03.11.2026
Ein unbedachter Schubser auf einer Skipiste – und für zwei Schwestern ist nichts mehr, wie es war. Die eine liegt seit zwei Jahren im Koma, die andere bekommt ihr Leben nicht mehr auf die Reihe. Ermöglicht ein Forschungsprogramm mit Nanobots die Wiedervereinigung der beiden Schwestern? Die ZDF-Serie „Wake Up“ (U5 Filmproduktion) verknüpft zwei sehr unterschiedliche Genres miteinander: Der emotionale Kern ist ein tragisches Schwestern-Drama, das sich zu einem Familiendrama auswächst. Der rationale Kern, das Near-Future-Szenario, liefert dabei mehr als nur einen spannenden Erzählrahmen für zahlreiche, von Ängsten begleitete Beziehungen. Beide Ebenen entwickeln ihren eigenen Reiz. Ohne es als Thema auszustellen, fragt die Serie gleichermaßen nach der ethischen Verantwortung von Wissenschaft/Forschung und nach den Grenzen lebenserhaltender Technologien. Sind Abschiednehmen und Loslassen (von Lebensträumen) manchmal die weiseren Strategien? „Wake Up“ ist Fiktion. Ungleich tragischer ist der Tod von Hauptdarstellerin Luna Jordan im Mai dieses Jahres. In der stark besetzten Serie beweist sie noch einmal ihr großes Talent, ihr Gespür für schwierige Charaktere.
06.11.2026
10:00
ZDF-Stream
Serie & Mehrteiler
Streaming-Premiere
Haley Louise Jones, Popadić, Şengül, Samuel Jefferson, Möhrke, Schaad. Der ganz normale Wahnsinn
Die mit dem ZDF koproduzierte Krankenhausserie von Apple TV ist eine späte deutsche Antwort auf den US-Klassiker „Emergency Room“: Die acht Folgen schildern fast dokumentarisch und ungemein fesselnd den alltäglichen Wahnsinn in der Notaufnahme einer heruntergekommenen Klinik in Neukölln. „Krank Berlin“ (Violet Pictures, Real Film Berlin) kommt weitgehend ohne Stars aus, imponiert aber dennoch durch eine ausnahmslos beeindruckende Ensemble-Leistung. Die entfesselte Kamera könnte bei der Zielgruppe von „In aller Freundschaft“ allerdings für ein Schleudertrauma sorgen.
10.11.2026
21:45
ZDFneo
Serie & Mehrteiler
TV-Premiere
Kempter, Samadi, El Harrouk, Hrdina, Herrmann, Leonard Fuchs. Hintersinniges Schmunzeln statt Kracher-Lacher
Gearbeitet wird wenig im Bürgeramt Berlin-Tiergarten-Mitte-West. Die meisten der sechs Kolleginnen und der zwei männlichen Beamten sind am liebsten mit sich selbst beschäftigt und haben hinlänglich damit zu tun, ihr Versagen ins rechte Licht zu rücken. Nachdem „Stromberg“ den ersten Schritt gegangen ist weg von der traditionellen Pointen-Comedy, die noch mit der gängigen Dialogwitz-komm-raus-Methode gearbeitet hat, macht „Nine to Five – Das Amt“ (ZDF / Pyjama Pictures) da weiter, wo „Jerks“ und vor allem „Die Discounter“ aufgehört haben. Die Workplace-Mockumentary erzählt auf den ersten Blick von einem Bürgeramt, das auch schon ohne „Bürger“ chaotisch genug ist. Geschmunzelt wird vor allem über die absurden Situationen, die amüsant dysfunktionalen Interaktionen genauso wie über das Behördensystem. Mit Hilfe der Impro-Methode entsteht eine Art narrative Textur, die mehr ist als eine Ansammlung von Charaktertypen und die genregemäß viel mit Tempo – sprich: Timing – zu tun hat, also mit der Montage. Dramaturgisch besonders gelungen ist das amüsante Pingpong bei den diversen Konfliktlösungen. Die gut besetzte Serie entwickelt ihren besonderen Reiz erst auf Strecke.
10.11.2026
Ein unbedachter Schubser auf einer Skipiste – und für zwei Schwestern ist nichts mehr, wie es war. Die eine liegt seit zwei Jahren im Koma, die andere bekommt ihr Leben nicht mehr auf die Reihe. Ermöglicht ein Forschungsprogramm mit Nanobots die Wiedervereinigung der beiden Schwestern? Die ZDF-Serie „Wake Up“ (U5 Filmproduktion) verknüpft zwei sehr unterschiedliche Genres miteinander: Der emotionale Kern ist ein tragisches Schwestern-Drama, das sich zu einem Familiendrama auswächst. Der rationale Kern, das Near-Future-Szenario, liefert dabei mehr als nur einen spannenden Erzählrahmen für zahlreiche, von Ängsten begleitete Beziehungen. Beide Ebenen entwickeln ihren eigenen Reiz. Ohne es als Thema auszustellen, fragt die Serie gleichermaßen nach der ethischen Verantwortung von Wissenschaft/Forschung und nach den Grenzen lebenserhaltender Technologien. Sind Abschiednehmen und Loslassen (von Lebensträumen) manchmal die weiseren Strategien? „Wake Up“ ist Fiktion. Ungleich tragischer ist der Tod von Hauptdarstellerin Luna Jordan im Mai dieses Jahres. In der stark besetzten Serie beweist sie noch einmal ihr großes Talent, ihr Gespür für schwierige Charaktere.
17.11.2026
21:45
ZDFneo
Serie & Mehrteiler
TV-Premiere
Kempter, Samadi, El Harrouk, Hrdina, Herrmann, Leonard Fuchs. Hintersinniges Schmunzeln statt Kracher-Lacher
Gearbeitet wird wenig im Bürgeramt Berlin-Tiergarten-Mitte-West. Die meisten der sechs Kolleginnen und der zwei männlichen Beamten sind am liebsten mit sich selbst beschäftigt und haben hinlänglich damit zu tun, ihr Versagen ins rechte Licht zu rücken. Nachdem „Stromberg“ den ersten Schritt gegangen ist weg von der traditionellen Pointen-Comedy, die noch mit der gängigen Dialogwitz-komm-raus-Methode gearbeitet hat, macht „Nine to Five – Das Amt“ (ZDF / Pyjama Pictures) da weiter, wo „Jerks“ und vor allem „Die Discounter“ aufgehört haben. Die Workplace-Mockumentary erzählt auf den ersten Blick von einem Bürgeramt, das auch schon ohne „Bürger“ chaotisch genug ist. Geschmunzelt wird vor allem über die absurden Situationen, die amüsant dysfunktionalen Interaktionen genauso wie über das Behördensystem. Mit Hilfe der Impro-Methode entsteht eine Art narrative Textur, die mehr ist als eine Ansammlung von Charaktertypen und die genregemäß viel mit Tempo – sprich: Timing – zu tun hat, also mit der Montage. Dramaturgisch besonders gelungen ist das amüsante Pingpong bei den diversen Konfliktlösungen. Die gut besetzte Serie entwickelt ihren besonderen Reiz erst auf Strecke.
25.11.2026
21:45
ZDFneo
Serie & Mehrteiler
TV-Premiere
Haley Louise Jones, Popadić, Şengül, Samuel Jefferson, Möhrke, Schaad. Der ganz normale Wahnsinn
Die mit dem ZDF koproduzierte Krankenhausserie von Apple TV ist eine späte deutsche Antwort auf den US-Klassiker „Emergency Room“: Die acht Folgen schildern fast dokumentarisch und ungemein fesselnd den alltäglichen Wahnsinn in der Notaufnahme einer heruntergekommenen Klinik in Neukölln. „Krank Berlin“ (Violet Pictures, Real Film Berlin) kommt weitgehend ohne Stars aus, imponiert aber dennoch durch eine ausnahmslos beeindruckende Ensemble-Leistung. Die entfesselte Kamera könnte bei der Zielgruppe von „In aller Freundschaft“ allerdings für ein Schleudertrauma sorgen.
02.12.2026
21:45
ZDFneo
Serie & Mehrteiler
TV-Premiere
Haley Louise Jones, Popadić, Şengül, Samuel Jefferson, Möhrke, Schaad. Der ganz normale Wahnsinn
Die mit dem ZDF koproduzierte Krankenhausserie von Apple TV ist eine späte deutsche Antwort auf den US-Klassiker „Emergency Room“: Die acht Folgen schildern fast dokumentarisch und ungemein fesselnd den alltäglichen Wahnsinn in der Notaufnahme einer heruntergekommenen Klinik in Neukölln. „Krank Berlin“ (Violet Pictures, Real Film Berlin) kommt weitgehend ohne Stars aus, imponiert aber dennoch durch eine ausnahmslos beeindruckende Ensemble-Leistung. Die entfesselte Kamera könnte bei der Zielgruppe von „In aller Freundschaft“ allerdings für ein Schleudertrauma sorgen.
09.12.2026
21:45
ZDFneo
Serie & Mehrteiler
TV-Premiere
Haley Louise Jones, Popadić, Şengül, Samuel Jefferson, Möhrke, Schaad. Der ganz normale Wahnsinn
Die mit dem ZDF koproduzierte Krankenhausserie von Apple TV ist eine späte deutsche Antwort auf den US-Klassiker „Emergency Room“: Die acht Folgen schildern fast dokumentarisch und ungemein fesselnd den alltäglichen Wahnsinn in der Notaufnahme einer heruntergekommenen Klinik in Neukölln. „Krank Berlin“ (Violet Pictures, Real Film Berlin) kommt weitgehend ohne Stars aus, imponiert aber dennoch durch eine ausnahmslos beeindruckende Ensemble-Leistung. Die entfesselte Kamera könnte bei der Zielgruppe von „In aller Freundschaft“ allerdings für ein Schleudertrauma sorgen.
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