Foto: ZDF / Boris Laewen Reagierten die Zuschauer 2018 noch verhalten auf die ersten zwei sehr frei in die Gegenwart adaptierten modernen Märchen im ZDF, brachte es letztes Jahr „Frau Holles Garten“ auf stolze 5,19 Millionen Zuschauer. Und so darf nun in „Schneewittchen am See“ (sabotage films) Autorin Sarah Esser abermals Motive & Bilder eines Grimm‘schen Klassikers mit dem heutigen Zeitgeist kurzschließen. In diesem etwas anderen „Herzkino“-Movie ist es vor allem die Ikonografie der Hauptfigur, die an die Vorlage erinnert. Gesungen wird ein Hohelied auf die Gemeinschaft, auf Freundschaft – und auf den schönen Schein. Die Träume, die sich die Figuren verwirklicht haben, kommen ganz nah ran an die Sehnsuchtsbilder jener Zuschauer, die bereit sind, sich auf ein solches Genre einzulassen. Geschmackvoller Landhaus-Stil trifft auf gepflegte Villa Kunterbunt. Der auch an die weihnachtlichen Konsum-Lust andockende Film lebt weniger vom Plot als vielmehr von Stimmungen, von Bildern, dem sympathischen Personal – und vom Corona-Effekt: Der Sommer strahlt, die Jugend lacht, und alles ohne Abstandsregeln, Menschen umarmen sich, und man kann ihnen offen ins Gesicht sehen.


















