Foto: WDR / Degeto / Kost „Zielfahnder – Flucht in die Karpaten“ ist ein Ermittler-Road-Movie der Gegensätze: hier das LKA-Hightech-Deutschland, dort die geradezu archaische Polizeiarbeit in Rumänien. Zwei Welten, zwei Kulturen, zwei Geschwindigkeiten – eine Grenzen überschreitende Reise, von einem Kommunikations-Eldorado in eine vorindustrielle Welt. Das ist der spannende Rahmen, in dem sich dieses Man-Hunt-Movie von Dominik Graf nach dem Buch von Rolf Basedow bewegt. Dabei wird das Land der Karpaten nicht an die TV-Konventionen verraten, wird nicht dramaturgisch funktionalisiert, die typischen Ostblock-Klischees werden immer wieder gebrochen. Angenehm auch, dass sich die Zielfahnder – und mithin Tscharre und Zehrfeld – nicht dem Zuschauer aufdrängen. Ein echter Graf-Film, ohne übertriebene Manierismen. Ein hoch dynamisches, sinnliches, gleichzeitig physisch realistisches Stück Fernsehen.





















