Foto: ZDF / Georges Pauly „Was wir fürchten“ ist nach „Was wir verbergen“ der zweite Fall der neuen ZDF/Arte-Krimi-Reihe „Katharina Tempel“ (Network Movie). Die Titelheldin rollt einen Mordfall noch einmal auf, weil sie sich sicher ist, dass ihr befreundeter Kollege einseitig ermittelt hat. Auch privat scheint sie eine größere Klarheit gewonnen zu haben, wie sie mit ihrem gewalttätigen Ehemann, zugleich Staatsanwalt, verfahren wird. Katharina Tempel ist eine Frau um die 40, der durch ihre Lebens- und Berufserfahrung nichts Menschliches fremd ist. In der Kombi mit Ausnahme-Schauspielerin Franziska Hartmann bringt die Figur die idealen Voraussetzungen für eine Krimi-Reihe mit, die das Zeug besitzt, an die große Frauen-Krimi-Tradition im ZDF mit einem zeitgemäßen Format anzuknüpfen. Ob im Detail oder makrodramaturgisch machen die ersten beiden Filme alles besser als die Business-as-usual-Krimis im ZDF. Neben dem dichten Drehbuch von Elke Rössler, in dem Krimi und Drama eng verknüpft sind und alle Figuren untereinander in vielfältigen Beziehungen stecken, trägt zum guten Flow auch die bildstarke Inszenierung von Jens Wischnewski bei. Und Filme, in denen Fotos die entscheidende Rolle spielen beim Aufklären eines Mordes, sind nie die schlechtesten.


















