Foto: SWR / Jakob Schnetz Billy Kuckuck plagt das schlechte Gewissen: Sie hat einer unkooperativen Schuldnerin ihren Wagen beschlagnahmt, nicht wissend, dass diese in ihrem Auto lebt. Umso mehr legt sich die Gerichtsvollzieherin nun für die Frau ins Zeug, die im Übrigen Arbeit hat und sich durchaus eine Wohnung leisten könnte… „Mutterliebe“, der Titel der fünften Episode der ARD-Freitagsreihe „Billy Kuckuck“, liefert des Rätsels Lösung. Doch bis es zur Klärung kommt, vergehen siebzig Filmminuten. Dass dennoch nie Langeweile aufkommt, spricht für den Film. Denn wie immer gibt es auch ein Leben ohne Fall. Und bei den Kuckucks ist einiges im Busch. Das macht diesmal ganz besonders Laune, weil Ursela Monns Figur weniger nervt, die Heldin mal wieder flirten darf (ein „Geschenk“ für Szyszkowitz) und Drehbuch-Autor David Ungureit für eine ungewöhnlich dichte Dramaturgie sorgt. Und so hat man keinesfalls das Gefühl, dass sich diese ARD-Reihe dem Ende zuneigen könnte. Im Gegenteil. Soziale Schieflagen dürfte es künftig mehr denn je geben. Und mehr Lebenslust schadet nie.

















