Foto: SWR / Degeto / Kai Schulz Der Beruf Gerichsvollzieherin steht nicht unter Verdacht, das zuletzt arg überstrapazierte Helfer-Genre bedienen zu müssen. Auch wenn Billy Kuckuck durchaus eine Frau ist, die sich fernsehgerecht aufreibt für die Menschen, mit denen sie es in ihrem Beruf zu tun bekommt, so ist sie doch vor allem eine Frau, die mitten im Leben steht. Ein ganz normaler Mensch, bisschen klüger, bisschen gewissenhafter, bisschen attraktiver als der Durchschnitt. Diese Heldin, ihr Beruf, mit dem sich gesellschaftlich Relevanteres einfangen lässt als mit den Wohlfühlfilmen aus Deutschlands Wellness-Oasen, und das Konzept einer verkappten, dafür umso amüsanteren Familie haben von den aktuellen ARD-Degeto-Versuchen, in Reihe zu gehen, neben „Hotel Heidelberg“ & „Zimmer mit Stall“ das größte Potenzial. Was „Billy Kuckuck – Margot muss bleiben!“ (FFP New Media) vor allem herausstechen lässt aus den anderen Mutter-Teresa-Produktionen ist die Art und Weise, wie der Film daherkommt: leicht & locker, spielerisch & dramaturgisch dicht, bestens gebaut & filmisch äußerst flüssig.

















