Familie, Liebe, Beruf, Selbstfindung, individuelle Freiheit – zwischen diesen Themen versuchen die weiblichen Hauptfiguren der ARD-Komödie „Familie ist kein Wunschkonzert“, ihre Balance zu finden. Das Genre Road-Movie sorgt dafür, dass die Frauen physisch vom Fleck kommen, aber auch „innere“ Fortschritte machen. Herzstück des Films ist Philomena, die jüngste von drei Schwestern, die durch Zufall erfährt, dass sie ein Kuckuckskind ist. Gro Swantje Kohlhof spielt diese junge Frau mit Problemen bei der Identitätsfindung nuanciert & äußerst berührend. Auf der Zeitachse stimmt die Dramaturgie, die mit Eisinger & Hanczewski ebenfalls passend besetzten Schwestern sind dagegen etwas überdeutlich vom Buch gesetzt und es gibt auch ein paar kleine Patzer. Für einen Erstling ist dieser Freitagsfilm insgesamt aber sehr gelungen. Bildgestaltung und Erzählfluss sind sogar außergewöhnlich gut.


















