Foto: WDR / Frank Dicks Der unterhaltsame Mehrteiler „Väter allein zu Haus“ (WDR, Degeto / Bavaria Fiction) geht in die nächste Runde. Nach dem Schreiner und dem Marketingprofi, die in den ersten beiden Filmen 2019 mit ihren Partnerinnen das ewige Kinder-Karriere-Ding bewältigen mussten, sind nun ein Ex-Bundesliga-Profi und ein schwuler Hausmann, der ins Berufsleben einsteigen will, an der Reihe. In den Geschichten „Timo“ und „Andreas“ geht es nicht mehr so sehr um munter gebrochene Geschlechterklischees, sondern es geht um das Verhältnis der Väter zu ihren Kindern. Sorgerechts- und Aufenthaltsbestimmungsfragen stehen im Zentrum. Die nach wie vor launige Tonlage hat sich von der Komödie einen Tick mehr in Richtung Dramödie verschoben. Das Konzept ist nicht nur deshalb so angenehm „anders“ für einen ARD-Freitagsfilm, weil es vorbildlich auf die Diversität der Gesellschaft fokussiert ist, sondern ganz maßgeblich auch, weil die Umsetzung dramaturgisch & filmisch gelungen ist. Und die Befürchtung, dass für Tim Oliver Schultz & Tobias van Dieken die Fußstapfen ihrer Vorgänger zu groß sein könnten, hat sich nicht bewahrheitet. Zudem können sich auch Zoe Moore & Steve Windolf als Spielpartner sehen lassen. Fortsetzung – wünschenswert.



















